Rechtliche Herausforderungen von Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons

Dr. Kerstin Bäcker, Lausen Rechtsanwälte

Dr. Kerstin Bäcker, Lausen Rechtsanwälte

Fragen an Dr. Kerstin Bäcker, Moderatorin der Expertentagung Medienrecht der Akademie der Deutschen Medien, die am 27. Juni 2014 in den Design Offices in München stattfindet:

 

„Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons – Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte für Verlage und (Medien-)Unternehmen“

 

 

 

Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons gewinnen im Umfeld der digitalen Wissensvermittlung zunehmend an Bedeutung. Frau Dr. Bäcker, können Sie kurz erklären, was sich hinter den Begriffen verbirgt?

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Fragen an Bernhard Buchner zum Thema Online-Recht für Verlage

Bernhard Buchner

Verlage, die neue Geschäftsfelder im Internet erschließen, begeben sie sich in der Regel auch auf rechtliches Neuland. Denn bei E-Learning-Produkten, Verlags-Datenbanken oder multimedialen Online-Publikationen greifen herkömmliche Urheberrechtsregelungen häufig zu kurz. Wer teure Abmahnungen oder Haftungsrisiken vermeiden will, muss sich mit dem geltenden Online-Recht vertraut machen. Bernhard Buchner über Online-Recht.

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Dr. Richard Hahn über Bildrechte, Model Release u. a.

Dr. Richard Hahn

Herr Dr. Hahn, Sie referieren am 12. März in der ADB zum Thema Bildrechte. Die Veranstaltung wird zum ersten Mal als Webinar abgehalten. Welche Vorteile sehen Sie in diesem neuen Format?

Dr. Richard Hahn: Das Format bietet den Teilnehmern die Möglichkeit kurzer konzentrierter Schulungseinheiten am Arbeitsplatz oder auch von zu Hause aus ohne lange Anreise, mit wenig Zeitverlust und mit geringen Kosten. Die Teilnehmer können sich über spezifische Themen informieren und so Wissenslücken füllen.

 

Und warum eignet sich das Thema Bildrechte besonders für ein Webinar?

Dr. Richard Hahn: Der Bereich der Bildrechte lässt sich zunächst einmal gut in eine urheberrechtliche und eine persönlichkeitsrechtliche Komponente aufteilen. Dann gibt es viele abgrenzbare Teilbereiche wie den Fotografenvertrag, Bildportale im Internet, Kunst & Architektur auf Fotos oder eben das Thema Model Release.

 

Was genau bedeutet Model Release?

Dr. Richard Hahn: Unter Model Release versteht man die Einwilligung eines Models, dass die Fotos veröffentlicht werden dürfen. Diese Einwilligung ist keine Selbstverständlichkeit. Das Model kann sehr genau festlegen, wie lange, in welchen Medien und zu welchen Zwecken das Foto verwendet werden darf. Die Frage nach dieser Einwilligung stellt sich dabei nicht nur bei professionellen Models, sondern bei jeder Person, die erkennbar auf einem Foto abgebildet ist: Teilnehmer einer Demonstration, Kinder auf dem Schulhof oder Prominente auf dem roten Teppich.

 

Warum sind Einwilligungserklärungen oft so knifflig?

Dr. Richard Hahn: Stellen Sie sich Fotos einer Benefiz-Veranstaltung vor: Gruppen von Menschen, die sich unterhalten oder die einem Redner lauschen. Manche sind mit ihren Kindern da, hier und da ein Prominenter, mal ein Interviewpartner oder einfach nur der Party-Service im Hintergrund. Von wem braucht man eine Einwilligung? Schriftlich? Was ist mit Minderjährigen? Wie organisiert man das in der Praxis? Darf man die Fotos für Werbung verwenden? Das kann schon knifflig sein.

 

Was sind die größten Fehler, die man gegenwärtig im Bereich Bildrechte machen kann?

Dr. Richard Hahn: Das Internet bietet den Fotografen als Anbietern wie auch den Bildredakteuren als Abnehmern ganz neue Möglichkeiten. In den unzähligen Portalen werden zum Teil qualitativ hochwertige Fotos zum Nulltarif angeboten, oft als „user generated“ oder „open content“. Die Versuchung ist groß, aber die Gefahren sind es auch. Man muss hier einen sehr genauen Blick auf den Anbieter und –  soweit vorhanden – dessen allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen. Das ist mühsam und fällt dem ungeschulten Auge oft schwer.

 

Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren das Urheberrecht mehrfach reformiert. Welchen Einfluss hat das im Bereich Foto- und Bildrechte? Über welche Änderungen sollten Mitarbeiter von Verlags- und Medienunternehmen unbedingt Bescheid wissen?

Dr. Richard Hahn: Die Reformen haben Auswirkungen vor allem auf die Vertragsgestaltung mit Urhebern, also zum Beispiel mit Fotografen. Auch der Anspruch des Urhebers auf eine „angemessene Vergütung“ sollte den Praktikern bekannt sein. Schließlich ist es vor allem die Rechtsprechung, die immer wieder für Aufregung sorgt.

 

Viele Verlage produzieren Bücher, Zeitschriften o. ä., die bereits als Printformate erschienen sind, jetzt auch als E-Books. Was gilt es bei der Digitalisierung der in den Print-Produkten enthaltenen Abbildungen besonders zu beachten?

Dr. Richard Hahn: Man muss im Einzelfall prüfen, ob der Verlag das erforderliche Nutzungsrecht hierzu hat, nämlich das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung.  Rechtlich verbirgt sich dahinter auch der Themenkomplex der „unbekannten Nutzungsart“. Ein weites Feld.

Hier gelangen Sie zum WEBINAR ‚Bildrechte: Recht am eigenen Bild – Das Model Release‘.