Welche Aufgaben kommen bei der Erstellung, Aufbereitung und Verbreitung im Fachbuch auf Verlage zu?

Interview mit Katja Splichal, Leitung Lernmanagement Systeme, Eugen Ulmer Verlag, anlässlich unserer 1. Exklusiv-Tagung Fachbuch: Fachbuch, E-Book, Online-Portal – Wie Fachverlage sich als Lösungsanbieter neu erfinden am 27. März 2014 im Literaturhaus München

Katja Splichal, Eugen Ulmer Verlag

Katja Splichal, Eugen Ulmer Verlag

Die E-Book-Konjunktur scheint am Fachbuch bisher ziemlich spurlos vorübergegangen zu sein. Täuscht der Eindruck?

Katja Splichal: Ich glaube, das ist nicht nur ein Eindruck. Die eBook-Konjunktur geht am Fachbuch tatsächlich vorüber – das hält aber längst nicht alle davon ab, digital Umsätze zu machen. Gerade im Fachbuch mussten, gewissermaßen erzwungen von institutionalisierten Märkten und nicht-linearen didaktischen Konzepten, schon vor zehn, 15 Jahren alternative Geschäftsmodelle entwickelt werden. Dennoch weichen bei vielen Verlagen die erwirtschafteten Umsätze von den Erwartungen ab – in die unliebsame Richtung. Das eBook zum Fachbuch macht in vielen Fällen zudem keinen großen Sinn, weil eine Konvertierung in Richtung html, also optimiert für mobile Endgeräte, oft schwer bis unmöglich ist. Da fällt viel Umsatzpotenzial weg oder müsste sehr risikoreich erschlossen werden.

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‚Verlage brauchen standardisierte und deshalb zuverlässige Verfahren‘ – Interview mit Ursula Welsch und Helmut von Berg

Ursula Welsch

Ob als App, E-Book oder Datenbankzugang – Verlagscontent wird heute schneller, situationsbezogener und in unterschiedlichsten, den individuellen Kundenbedürfnissen entsprechenden Formaten nachgefragt. Verlage stehen damit vor der Herausforderung, neue und flexiblere Workflows zu definieren. Ursula Welsch und Helmut von Berg erklären im Interview mit der Akademie die Vorteile von Standard-Workflows in Verlagen. Zusammen gestalten sie vom 5. – 9. September ein Seminar zum Thema ‚Digitaler Workflow in der Verlagsherstellung‘.
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So entwickeln Sie überzeugende USP’s – Ein Interview mit Winfried Ruf

Winfried Ruf

ADB: Ist es überhaupt möglich und nötig, bei jedem Produkt eine Alleinstellung zu erringen?
Ruf
: Das muss jedenfalls das Bestreben sein. Me-to Produkte anzubieten – das macht überhaupt keinen Sinn. Und: Eine Differenzierung finden wir immer, da bietet das 3×3 Konzeptionsverfahren viele Möglichkeiten. Fragt sich nur, ob die gefundene Alleinstellung dann zum großen Erfolg ausreicht … Weiterlesen

Veränderungen managen − Dr. Simon Sagmeister von Malik Management und Bernd Zanetti, Geschäftsführer der Akademie, über Unternehmenskultur und Change

Vom 1. bis 3. September findet im Münchner Literaturhaus das zweite Modul unseres Top-Management Programms zum Thema (R)evolution in Verlags- und Medienunternehmen – Veränderungen auslösen und gestalten statt.
Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit dem Referenten des Seminars Dr. Simon Sagmeister von Malik Management und Bernd Zanetti, Geschäftsführer der Akademie, über Unternehmenskultur und Change.

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Neue Geschäftsmodelle für Fachmedien – Ein Interview mit Winfried Ruf

Winfried Ruf

ADB: Sie kritisieren die aktuelle Diskussion über Geschäftsmodelle. Geht es hier nicht um eine zentrale Frage für die Verlage?

Ruf: Unter Geschäftsmodellen versteht jeder etwas anderes, manche auch alles und gar nichts. Bereits ein neuer Vertriebsweg wie Mobile Marketing wird als Geschäftsmodell gepriesen. Was hier seit ein paar Jahren läuft, trägt mehr zur Verwirrung als zur Klarheit

 

bei. Auch die vorhandenen akademischen Definitionen sind wenig hilfreich, weil viel zu kompliziert, es fehlt überhaupt an einer leistungsfähigen Gesamtsystematik der Modelle und die vielfache Beschränkung auf Online-Modelle ist altes produktfixiertes Denken.
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