Fachmedien sind Relevanzfilter – Interview mit der Referentin Brita Westerholz, Verlagsleitung Agrar-Medien, dfv

 

  1. Mit den „B2B-Wertewelten” hat der dfv bereits die zweite Studie zu Fachmedien publiziert. Was war Ihr Motiv für die neue Untersuchung?
    Die Fragmentierung der Medien sorgt auch für eine deutliche Verschärfung des intermedialen Wettbewerbs, denn die Zeitbudgets der Leser bzw. die Mediabudgets der Kunden wachsen nicht mit. So steht vor jeder Entscheidung für ein Abo, für die Teilnahme an einem Event oder für die Buchung von Werbeplätzen immer die Entscheidung für die Gattung. Deswegen ist es wirklich wichtig, an dieser vorgelagerten Verkaufsfront für Transparenz zu sorgen und pro Fachmedien nachhaltig zu punkten. Erst, wenn hier positiv entschieden wird, können unsere Salesteams auf der Ebene der einzelnen Medienmarken ansetzen.

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Neue Geschäftsmodelle für Fachmedien – Ein Interview mit Winfried Ruf

Winfried Ruf

ADB: Sie kritisieren die aktuelle Diskussion über Geschäftsmodelle. Geht es hier nicht um eine zentrale Frage für die Verlage?

Ruf: Unter Geschäftsmodellen versteht jeder etwas anderes, manche auch alles und gar nichts. Bereits ein neuer Vertriebsweg wie Mobile Marketing wird als Geschäftsmodell gepriesen. Was hier seit ein paar Jahren läuft, trägt mehr zur Verwirrung als zur Klarheit

 

bei. Auch die vorhandenen akademischen Definitionen sind wenig hilfreich, weil viel zu kompliziert, es fehlt überhaupt an einer leistungsfähigen Gesamtsystematik der Modelle und die vielfache Beschränkung auf Online-Modelle ist altes produktfixiertes Denken.
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