Impressumspflicht auf Facebook & Co.?

Besteht eine Impressumspflicht auf Facebook? Während diese Frage für die eigene Verlagswebseite seit Jahren klar mit JA zu beantworten ist, so ist dies für Social Media Plattformen wie Facebook bislang ungeklärt gewesen. Bislang, denn einige diesbezügliche aktuelle Urteile wirbeln nun gehörig Staub auf. Als Dozent für die Akademie der Deutschen Medien führte Daniel Gremm, anlässlich des Seminars Social Media Manager (ADB) vom 4. bis 6.9.2013 in Berlin, ein Interview mit IT-Rechtsanwältin Anna Kastner.

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„You don’t own your brand“ – Interview mit Dr. Ansgar Mayer von Computer Bild Digital

Dr. Ansgar Mayer (COMPUTER BILD) ist Referent auf der 3. Social-Media-Konferenz der Akademie der Deutschen Medien am 9. Juli in München. Wir haben im Vorfeld der Konferenz mit dem Chief Product Officer (CPO) gesprochen.Mayer,-Ansgar_2013

Herr Dr. Mayer, wie lange wird Social Media von der Marke Computer Bild schon genutzt und was ist Ihr wichtigstes Learning?

Mayer: Wir haben mit COMPUTER BILD schon vor dem Facebook-Hype wichtige Community-Erfahrung durch unser Forum gesammelt. Sowohl im Gaming- als auch im Ratgeber-Segment gab es immer überdurchschnittlichen Bedarf an Austausch und Diskussion. Seit mehreren Jahren verlängern wir nun diese Debatten auch auf den Plattformen Facebook, Twitter und Youtube. Wichtigstes Learning: Die Nutzer sind sehr kritisch – insbesondere bei Produktbewertungen. Aber für uns sind Social Media ein unverzichtbarer Feedback-Kanal und ausgesprochen kritische User, die wirklich inhaltlich interessiert sind, laden wir auch schon mal zum persönlichen Gespräch ein, um noch mehr von ihnen zu erfahren. Ohnehin bauen wir stetig die Möglichkeiten zur Interaktion auf allen unseren Plattformen weiter aus. Weiterlesen

„Enorme Chancen für Verlage“: Interview mit Bernd Pitz zum Thema Facebook-Timeline für Unternehmen

Bernd PitzSeit dem 31. März 2012 ist die neue Facebook-Chronik für Unternehmens-seiten verbindlich. Sie bietet nicht nur mehr Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des Unternehmensauftritts. Neue technische Features erlauben Unternehmen zudem die Aktivitäten ihrer Fans besser auszuwerten. Bernd Pitz erklärt im Interview mit der Akademie der Deutschen Medien, was die Chronik für Verlage bedeutet und wie sie sie optimal für sich nutzen können.

 

Weg von der Eigenwerbung, hin zu Storytelling? Herr Pitz, was ist das Besondere an der Unternehmenskommunikation über die neue Chronik?
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Rückblick: Best of Social Media-Konferenz 2011

Im November fand unsere erste Social Media-Konferenz statt. Da Twitter ja leider die Tweets und Suchanfragen (in diesem Fall #smk11) immer sehr schnell wieder löscht, hier eine kleine Zitatesammlung:

Axel Dammler, iconkids&youth

Axel Dammler

Axel Dammler

  • „In den sozialen Netzwerken sind junge Menschen ehrlich zueinander. Was sie dort machen, ist authentisch. Sie reagieren damit auf unsere Lebenswelt, in der vieles (z.B. in den Medien) nicht mehr authentisch ist.“
  • „Soziale Netzwerke sind ein brilliantes Kommunikationsmedium für Verlage und Unternehmen, wenn man es schafft, in diesen viralen Flow reinzukommen, wenn man es schafft, kommuniziert zu werden (durch Weiterempfehlungen).“
  • „Pure Information interessiert niemanden. Was im Internet zählt, ist nur der Nutzen.“ Weiterlesen

Dr. Vera Glas über die datenschutzrechtliche Lage bei der Nutzung von Facebook, Twitter & Co.

Vor kurzem hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein angekündigt, mit empfindlichen Strafen von bis zu 50.000 € gegen gewerbliche Datenschutzsünder vorzugehen, wenn deren Aktivitäten im Social Web nicht gesetzeskonform sind. Wie aber genau die gesetzliche Lage bezüglich der Nutzung von Facebook, Twitter und all der anderen Netzwerke ist, wie mit Kunden- und Mitarbeiterdaten in der elektronischen Kommunikation zu verfahren ist und dergleichen mehr – darüber herrscht nicht zuletzt seitens der Gesetzgeber Unklarheit. Das Medium ist jung und Gesetzgebung gerade in Deutschland geprägt von Instanzverwirrung und Langwierigkeit.
Dennoch tummeln sich immer mehr Unternehmen mit teilweise höchst unprofessionellen Auftritten im Web und das Thema Datenschutz ist in der unternehmensseitigen Aufmerksamkeit gesunken. Doch der Vorstoß Schleswig-Holsteins könnte Schule machen und das ist Grund genug, mal nachzufragen: Dr. Vera Glas, Rechtsanwältin bei Lausen Rechtsanwälte in München, hat uns einige Fragen zum Datenschutz beantwortet.

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Wie viel Social Media braucht ein Verlag? 5 Thesen von Karl-Heinz Behrens, Moderator und Mitveranstalter des Rheingauer Verlegerkonvents

Karl-Heinz Behrens

Karl-Heinz Behrens

Das klassische Verlagsmodell, Produkte für Zielgruppen zu entwickeln und in den Markt zu pushen, ist überholt! Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle liegen vermutlich in einer Vielzahl von Kombinationen immer kleinteiligerer und individueller Angebote von Inhalten und Services und der Bedienung ebenso vielfältiger Medienkanäle. Communities und Social Media werden für den Verlag zum Treiber von Produktentwicklung und zum wertvollen Marketing-Tool.

Fünf Thesen zum Thema „Wie viel Social Media braucht ein Verlag?“

These 1: Kunden haben sich grundlegend verändert –  nicht nur in ihrem Nutzungsverhalten, sondern auch in der Erwartungshaltung!
Steigender Medienkonsum, Multitasking, Illoyalität dem Anbieter gegenüber sind die Parameter für die Verlage auf der einen Seite. Der „Kunde 2.0“ ist ein flüchtiges Wesen. Er bevorzugt Informationshäppchen, scheut dauerhafte Bindungen und wählt seine Partner nach der Devise: „Was bringt mir die Kommunikation und wie fühle ich mich dabei?“. Social Media kann den Verlagen dabei helfen, die veränderte Motivlage und Wünsche ihrer Kunden in deren Umfeld zu ergründen und besser zu verstehen. Weiterlesen

15 Minuten Ruhm – Ein ‚Leak‘ ist ein Bedrohungsszenario für jedes Unternehmen

Man muss nicht immer in absoluten Szenarien wie den Wikileaks-Skandal oder die Guttenberg-Affaire Anfang 2011 denken, um zu sehen, dass die öffentliche Meinung erheblichen Einfluss auf den Umsatz von Unternehmen (in B2B und B2C) sowie die Karriere von Menschen haben kann.

In Unternehmen arbeiten Menschen. Unternehmen arbeiten für Menschen. Und Menschen handeln im Kontext von Unternehmen. Dabei passieren Fehler. Werden diese Fehler zum Thema einer öffentlichen Debatte, ist nicht immer sicher, was dabei herauskommt. Die Öffentlichkeit ist kein gerechter Richter und ein wirtschaftlicher Schaden durch eine negative öffentliche Debatte kann erheblich sein.

Vermeiden lassen sich solche Risiken sicherlich nicht. Doch ihre Wirkungen lassen sich mindern. Unternehmen, die sich dieser Risiken bewusst sind, können sich vorbereiten. Dies kann zum Beispiel geschehen, indem sie einen eigenen Kommunikationsweg zur Öffentlichkeit etablieren und sich dort ‚Freunde‘ und ‚Fans‘ erarbeiten. Das hilft nicht nur im unternehmerischen Alltag und sorgt für mehr Umsatz und Gewinn (wie McKinsey jüngst in einer Studie zeigte), sondern hilft auch in einem Worst-Case ein Frühwarn-System zu haben, die Übersicht zu behalten und evtl. sogar die Wogen zu glätten.

Ein positives Beispiel sind einige der Lufthansa-Aktivitäten auf Facebook. Dort wird bei Ausfällen, Vulkanausbrüchen oder größeren Planänderungen schon mal eine Meldung herausgegeben, die wertvolle Informationen für die Passagiere enthält. So findet der im Zweifel sogar wütende Passagier beim Besuch der Facebook-Seite direkt hilfreiche Tipps zur Lösung seiner Probleme.

 

Prof. Tim Bruysten
Ein Kommentar von Tim Bruysten
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Dieses Thema ist Teil des Seminars Praxisworkshop Facebook & Co. in der Corporate Communication, in dem es u. a. um die Chancen und Risiken in der Kommunikation mit Social Web geht.