„Es ist sehr wichtig, konsequent vom Nutzer her zu denken“ – Manfred Spatz zum Suchmaschinenmarketing in Verlagen

Manfred Spatz, Leiter des Seminars SEO/SEA-Manager ADB – Ein Intensivkurs mit Zertifikat vom 28. bis 30. April 2014, im Interview:

 

Bei Google & Co. möglichst oft gefunden werden – das will jeder. Aber ist eine große Reichweite wirklich alles?

Große ReichSpatz_Manfred  JP 2010weiten sind großartig und nur eine Website mit vielen Besuchern, kann auch viel Umsatz machen. Oder negativ formuliert: Ohne Besucher kein Umsatz. Wer in das Suchmaschinenmarketing einsteigt, sollte jedoch keine falschen Erwartungen haben. Unmengen an Nutzern kommen zu Google, um meist ein temporäres Bedürfnis zu befriedigen – und wenn Sie das Unternehmen sind, das eben dieses Bedürfnis befriedigen kann, sollten Sie natürlich gefunden werden. 100 relevante Besucher sind in meinen Augen jedoch viel mehr wert als 1000 ohne echte Relevanz. Man sollte sich daher zunächst auf die Herstellung dieser Relevanz konzentrieren. Ist diese, sagen wir „Kernzielgruppe“ abgedeckt, muss ich mich natürlich noch den Rändern der Zielgruppe widmen.

Lassen Sie mich aber noch erwähnen, dass viele Internetpräsenzen viel Geld für das (Suchmaschinen-)Marketing ausgeben, jedoch den Nutzer auf der eigenen Website mit lausiger Usability verschrecken. Der Kunde findet sich nicht zurecht und bricht als Folge den (Bestell-)Vorgang ab. Der Weg bis zum Umsatz ist also zweistufig.


Worauf kommt es nun speziell beim Suchmaschinenmarketing an? Ihr wichtigster Tipp?

Man muss sich zunächst mit dem Suchverhalten der Kunden beschäftigen. Welche Begriffe verwendet der potenzielle Kunde bei der Suche? Wie groß sind die Suchvolumen auf diese Suchbegriffe? Welche Keywords daraus sind für meine Produkte wirklich relevant (siehe vorangegangene Frage)? Es ist sehr wichtig, konsequent vom Nutzer her zu denken – und nicht den unternehmensinternen Fachjargon als vorausgesetzt zu betrachten. Womöglich steht Ihr Unternehmen für „Stellenanzeigen“ – die Mehrheit Ihrer Kunden suchen aber nach den Begriffen wie „Job im Marketing Hamburg“. Ist dem so, verlieren Sie wohl enorm an Reichweite. Genau dies gilt es zu analysieren. Sie werden sehen: Man lernt eine Menge über das Suchverhalten und auch über die eigene Branche. Wenn Sie auf Basis dieser Erkenntnisse Änderungen (Sie übertragen das „neue Wording“ konsequent auf die eigene Website, in Newsletter etc. ) vornehmen, spricht man von Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und dann werden Sie unweigerlich besser gefunden! Natürlich werden im Seminar weitere Optimierungsansätze beschrieben.

 

Mit was sollte man beginnen? Google Adwords (SEA, Search Engine Advertising), für die man bezahlen muss, oder mit Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization), die man theoretisch intern organisieren kann?

Diese Frage für die Produkte der Teilnehmer zu beantworten ist eines der vorrangigen Ziele des Seminars. Ich bin fest davon überzeugt, dass nach einer guten Keyword-Recherche und -Analyse sehr schnell klar wird, für welche Suchbegriffe ich SEO betreiben muss und welche Suchbegriffe sich ideal für AdWords-Kampagnen anbieten. Jeder Teilnehmer wird mit einem verständlichen und klar definierten Arbeitsplan das Seminar verlassen und muss eigentlich nur noch das Budget für die Reichweitensteigerung beantragen.

Die Fragen stellte Judith Horsch

2 Gedanken zu „„Es ist sehr wichtig, konsequent vom Nutzer her zu denken“ – Manfred Spatz zum Suchmaschinenmarketing in Verlagen

  1. Mich würde interessieren, wie Suchmaschinen – als Intermediäre, bzw. deren Funktionen – in Zukunft den Buchhandel verändern werden bzw. ob sich evtl. neue Intermediäre herausbilden.

    Hätten Sie eine Prognose, wie zukünftige Intermediäre im Buchhandel aussehen könnten bzw. wo sich die Suchmaschine hinentwickelt?

    • Naja, Prognosen sind so eine Sache. Fakt ist, die Zielgruppen agieren immer fragmentierter. Einige sind noch oder werden immer über den Kanal Print erreicht, andere über Online und eine bestimmte Gruppe nur über Mobile.

      Dabei werden natürlich Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook wahrscheinlich immer interessanter, da sie mir als Werbender zumindest helfen die Zielgruppen von Online und mobile effizient zu erreichen. Damit meine ich bspw. dass mir eine Unternehmenspräsenz in einem sozialen Netz genügt und dieses sich darum kümmert die beiden genannten Zielgruppen device-affine anzusprechen. Ohne Mehraufwand.

      Darüber hinaus schafft Google immer wieder neue Markzugänge wie Google Shopping, um eine interessierte Zielgruppe schärfer anzusprechen.

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