Interview zur 8. Corporate Media-Konferenz

Interview mit Anna Mang, Digital Manager, L’Oréal Paris

 

Anna Mang


Anna Mang
ist Referentin der 8. Corporate Media-Konferenz Content, Stories & Emotion – welche Content Marketing-Strategien wirklich funktionieren am 6. Oktober 2015 im Literaturhaus München.

 


L’Oréal vereint eine Vielzahl von Marken unter seinem Dach. Wie ist die Kunden- und Markenkommunikation bei L’Oréal strukturell im Unternehmen aufgebaut? Wie sind da die Zuständigkeiten, und wie arbeiten die Abteilungen miteinander?

Als größte Marke des Konzerns vereint L’Oréal Paris bereits verschiedene Kosmetik-kategorien mit den unterschiedlichsten Produkten unter einem Markendach. Deswegen bedarf es einer sehr engen Zusammenarbeit und stetigem Austausch zwischen den unterschiedlichen Marketingabteilungen und dem Digitalmarketing, mit dem Ziel einer gemeinsamen und einheitlichen Markenkommunikation.
Für L’Oréal Deutschland als Konzern ist gerade das Thema Content ein schönes Beispiel dafür, wie markenübergreifend neue Strukturen geschaffen werden. Von den vier Geschäftsbereichen wurde jeweils eine Marke mit unterschiedlicher Positionierung und Zielgruppe für das Pilotprojekt definiert. Im Nachgang werden dann alle Erfahrungen innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche mit den anderen Marken geteilt.

 

 

Der Content Cube von L’Oréal war in Content Marketing- und Corporate Communications-Kreisen im Frühjahr in aller Munde. Damit scheint L’Oréal die Strategie der „Agentur im Unternehmen“ umzusetzen.  Sie wird gerne von Experten proklamiert, wenn es um die Kreation hochwertigen, relevanten Contents in verschiedensten Formaten geht – von der Textreportage bis hin zum Video.

Arbeitet der Content Cube denn wie eine „Agentur im Unternehmen“? Wie geht er dabei vor und wie ist er in das Unternehmen integriert? Was ist die Bilanz nach den ersten Monaten?

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass wir als Kosmetik-Unternehmen definitiv in den Bereich Content investieren müssen und haben uns deswegen zu dem strategischen Schritt entschieden, hierfür unternehmensübergreifend mit einer kundenexklusiven Agentur von WPP zusammenzuarbeiten. Das Spannende an diesem Modell ist, dass wir die Strukturen sowohl auf Agenturseite, als auch auf unserer Seite neu gedacht haben und täglich voneinander lernen können.

 


Worauf setzen Sie beim Aufbau von Workflows und Prozessen für ein erfolgreiches Content Marketing? Was waren hier Ihre bisherigen Learnings?

Für die Kreation des Contents setzen wir auf einen kundenorientierten Ansatz und möchten mit unseren Inhalten Antworten auf die Wünsche und Needs des Konsumenten geben. Hierzu fokussieren wir uns im ersten Schritt auf eine genaue Analyse und Definition von Keywords, womit wir dann semantische Content-Pyramiden aufbauen. Anschließend achten wir auf eine starke SEO-Optimierung bei der Aufbereitung der Inhalte. Natürlich ist auch die ständige Erfolgsbeobachtung bzw. –Messung ein integraler Bestandteil der Strategie, um kontinuierlich Learnings zu generieren und die Resultate zu verbessern.

 

 

Google Glass hat sich gerade vom Markt verabschiedet… Activity Tracker, Smart Watches und intelligente Kopfhörer erleben einen neuen Hype: welches Device sollte die Publishing Branche ganz besonders im Auge behalten?

Google hat das Glass Projekt nur aus dem Explorer Programm genommen, was medial als Rückzug gewertet wurde. Ich würde aber weder dieses Projekt noch den Bereich Augmented Reality unterschätzen. Wie man an Hand der Übernahme von Metaio durch Apple im Mai sieht, besteht hier im Silicon Valley eine eindeutige Wachstumsphantasie.

 

 


Und schließlich zu  „Big Data“  und Data Analytics als Grundlage für zielgenaues und Real-Time Content Marketing: Wie geht L’Oréal ganz praktisch mit dieser Herausforderung um?

Der Bereich „Digital Transformation“ ist strategisch sehr wichtig, denn L’Oréal hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, noch 2015 weltweit mehr als eine Milliarde Euro im Netz zu verdienen. Wir verzeichnen dazu in den Ländern bereits sehr schöne erste Erfolge und investieren auch viel in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Außerdem haben wir viele Einsatzbereiche, die sich vor diesem Hintergrund gerade sehr dynamisch entwickeln: So haben wir beispielsweise die völlig neue Position eines „Chief Data Officers“ geschaffen.

Anna Mang spricht auf der
8. CORPORATE MEDIA-KONFERENZ
am 6. Oktober im Literaturhaus München

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