Impressumspflicht auf Facebook & Co.?

Besteht eine Impressumspflicht auf Facebook? Während diese Frage für die eigene Verlagswebseite seit Jahren klar mit JA zu beantworten ist, so ist dies für Social Media Plattformen wie Facebook bislang ungeklärt gewesen. Bislang, denn einige diesbezügliche aktuelle Urteile wirbeln nun gehörig Staub auf. Als Dozent für die Akademie der Deutschen Medien führte Daniel Gremm, anlässlich des Seminars Social Media Manager (ADB) vom 4. bis 6.9.2013 in Berlin, ein Interview mit IT-Rechtsanwältin Anna Kastner.

Weiterlesen

„Die Kommunikationsplattformen haben sich explosionsartig vermehrt“ – Nina Fiolka zu PR in Zeiten von Social Media & Co.

Interview mit Nina Fiolka, Moderatorin des PR- und Communications-Managers ADB, der vom 13. bis 16. Mai 2013 in München stattfindet

Fiolka_Nina1) Frau Fiolka, die PR-Arbeit hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Wo liegen Ihrer Meinung nach Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung für PRler mit sich bringt?

Die Kommunikationsplattformen haben sich explosionsartig vermehrt. Und genau hier liegen Chancen und Aufgaben zugleich. Wichtig ist, dass die Kommunikation nicht isoliert, sondern über alle Plattformen zusammenhängend stattfindet. Dies wiederum setzt eine formatspezifische Aufbereitung der Inhalte voraus: Eine klassische Pressemitteilung wird  anders aufgebaut als eine Website- oder Twitter-Meldung. Weiterlesen

‚Die jungen Zielgruppen sind überhaupt nur noch über das Internet erreichbar‘ – Interview mit Manfred Spatz

Manfred Spatz

Manfred Spatz, Berater für Internetunternehmen und -startups, gibt in einem Interview mit Sebastian Zschocke seine persönliche Einschätzung zu viel diskutierten Branchenthemen wie Mediennutzungswandel, Social Media in Verlagen und Paid Content. Lesen Sie hier Auszüge des Interviews, das auf verlagederzukunft.de erschienen ist.
Weiterlesen

„Enorme Chancen für Verlage“: Interview mit Bernd Pitz zum Thema Facebook-Timeline für Unternehmen

Bernd PitzSeit dem 31. März 2012 ist die neue Facebook-Chronik für Unternehmens-seiten verbindlich. Sie bietet nicht nur mehr Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des Unternehmensauftritts. Neue technische Features erlauben Unternehmen zudem die Aktivitäten ihrer Fans besser auszuwerten. Bernd Pitz erklärt im Interview mit der Akademie der Deutschen Medien, was die Chronik für Verlage bedeutet und wie sie sie optimal für sich nutzen können.

 

Weg von der Eigenwerbung, hin zu Storytelling? Herr Pitz, was ist das Besondere an der Unternehmenskommunikation über die neue Chronik?
Weiterlesen

Rückblick: Best of Social Media-Konferenz 2011

Im November fand unsere erste Social Media-Konferenz statt. Da Twitter ja leider die Tweets und Suchanfragen (in diesem Fall #smk11) immer sehr schnell wieder löscht, hier eine kleine Zitatesammlung:

Axel Dammler, iconkids&youth

Axel Dammler

Axel Dammler

  • „In den sozialen Netzwerken sind junge Menschen ehrlich zueinander. Was sie dort machen, ist authentisch. Sie reagieren damit auf unsere Lebenswelt, in der vieles (z.B. in den Medien) nicht mehr authentisch ist.“
  • „Soziale Netzwerke sind ein brilliantes Kommunikationsmedium für Verlage und Unternehmen, wenn man es schafft, in diesen viralen Flow reinzukommen, wenn man es schafft, kommuniziert zu werden (durch Weiterempfehlungen).“
  • „Pure Information interessiert niemanden. Was im Internet zählt, ist nur der Nutzen.“ Weiterlesen

Dr. Vera Glas über die datenschutzrechtliche Lage bei der Nutzung von Facebook, Twitter & Co.

Vor kurzem hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein angekündigt, mit empfindlichen Strafen von bis zu 50.000 € gegen gewerbliche Datenschutzsünder vorzugehen, wenn deren Aktivitäten im Social Web nicht gesetzeskonform sind. Wie aber genau die gesetzliche Lage bezüglich der Nutzung von Facebook, Twitter und all der anderen Netzwerke ist, wie mit Kunden- und Mitarbeiterdaten in der elektronischen Kommunikation zu verfahren ist und dergleichen mehr – darüber herrscht nicht zuletzt seitens der Gesetzgeber Unklarheit. Das Medium ist jung und Gesetzgebung gerade in Deutschland geprägt von Instanzverwirrung und Langwierigkeit.
Dennoch tummeln sich immer mehr Unternehmen mit teilweise höchst unprofessionellen Auftritten im Web und das Thema Datenschutz ist in der unternehmensseitigen Aufmerksamkeit gesunken. Doch der Vorstoß Schleswig-Holsteins könnte Schule machen und das ist Grund genug, mal nachzufragen: Dr. Vera Glas, Rechtsanwältin bei Lausen Rechtsanwälte in München, hat uns einige Fragen zum Datenschutz beantwortet.

Weiterlesen

Wie viel Social Media braucht ein Verlag? 5 Thesen von Karl-Heinz Behrens, Moderator und Mitveranstalter des Rheingauer Verlegerkonvents

Karl-Heinz Behrens

Karl-Heinz Behrens

Das klassische Verlagsmodell, Produkte für Zielgruppen zu entwickeln und in den Markt zu pushen, ist überholt! Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle liegen vermutlich in einer Vielzahl von Kombinationen immer kleinteiligerer und individueller Angebote von Inhalten und Services und der Bedienung ebenso vielfältiger Medienkanäle. Communities und Social Media werden für den Verlag zum Treiber von Produktentwicklung und zum wertvollen Marketing-Tool.

Fünf Thesen zum Thema „Wie viel Social Media braucht ein Verlag?“

These 1: Kunden haben sich grundlegend verändert –  nicht nur in ihrem Nutzungsverhalten, sondern auch in der Erwartungshaltung!
Steigender Medienkonsum, Multitasking, Illoyalität dem Anbieter gegenüber sind die Parameter für die Verlage auf der einen Seite. Der „Kunde 2.0“ ist ein flüchtiges Wesen. Er bevorzugt Informationshäppchen, scheut dauerhafte Bindungen und wählt seine Partner nach der Devise: „Was bringt mir die Kommunikation und wie fühle ich mich dabei?“. Social Media kann den Verlagen dabei helfen, die veränderte Motivlage und Wünsche ihrer Kunden in deren Umfeld zu ergründen und besser zu verstehen. Weiterlesen

Dr. Vera Glas über die datenschutzrechtliche Lage bei der Nutzung von Facebook, Twitter & Co.

Dr. Vera Glas

Vor kurzem hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein angekündigt, mit empfindlichen Strafen von bis zu 50.000 € gegen gewerbliche Datenschutzsünder vorzugehen, wenn deren Aktivitäten im Social Web nicht gesetzeskonform sind. Wie aber genau die gesetzliche Lage bezüglich der Nutzung von Facebook, Twitter und all der anderen Netzwerke ist, wie mit Kunden- und Mitarbeiterdaten in der elektronischen

 

Kommunikation zu verfahren ist und dergleichen mehr – darüber herrscht nicht zuletzt seitens der Gesetzgeber Unklarheit. Das Medium ist jung und Gesetzgebung gerade in Deutschland geprägt von Instanzverwirrung und Langwierigkeit. Dennoch tummeln sich immer mehr Unternehmen mit teilweise höchst unprofessionellen Auftritten im Web und das Thema Datenschutz ist in der unternehmensseitigen Aufmerksamkeit gesunken. Doch der Vorstoß Schleswig-Holsteins könnte Schule machen und das ist Grund genug, mal nachzufragen: Dr. Vera Glas, Rechtsanwältin bei Lausen Rechtsanwälte in München, hat uns einige Fragen zum Datenschutz beantwortet. Weiterlesen

Thomas Knüwer über den Nachholbedarf von Verlagen im Netz

Thomas Knüwer, Condé Nast

Thomas Knüwer, früherer „Handelsblatt“-Redakteur ist seit 2009 Unternehmensberater sowie Leiter der Entwicklungsredaktion bei Condé Nast. In einem Interview kritisiert er Entscheider in Verlagen dafür, sich zu wenig mit Entwicklungen in der Internet-Branche auseinanderzusetzen.

Weiterlesen

Über richtige Antworten und falsche Fragen: Was ist das Leitmedium des 21. Jahrhundert?

Letzte Woche fragte die Buchakademie auf Facebook ihre Fans, ob “Mobile” das neue Leitmedium für Unternehmen sei. Zugegeben, wir selbst haben diese Frage provoziert und auch zu ihrer Verbreitung beigetragen. Warum dann eine kritische Reflexion über den Sinn dieser Frage? Weiterlesen

15 Minuten Ruhm – Ein ‚Leak‘ ist ein Bedrohungsszenario für jedes Unternehmen

Man muss nicht immer in absoluten Szenarien wie den Wikileaks-Skandal oder die Guttenberg-Affaire Anfang 2011 denken, um zu sehen, dass die öffentliche Meinung erheblichen Einfluss auf den Umsatz von Unternehmen (in B2B und B2C) sowie die Karriere von Menschen haben kann.

In Unternehmen arbeiten Menschen. Unternehmen arbeiten für Menschen. Und Menschen handeln im Kontext von Unternehmen. Dabei passieren Fehler. Werden diese Fehler zum Thema einer öffentlichen Debatte, ist nicht immer sicher, was dabei herauskommt. Die Öffentlichkeit ist kein gerechter Richter und ein wirtschaftlicher Schaden durch eine negative öffentliche Debatte kann erheblich sein.

Vermeiden lassen sich solche Risiken sicherlich nicht. Doch ihre Wirkungen lassen sich mindern. Unternehmen, die sich dieser Risiken bewusst sind, können sich vorbereiten. Dies kann zum Beispiel geschehen, indem sie einen eigenen Kommunikationsweg zur Öffentlichkeit etablieren und sich dort ‚Freunde‘ und ‚Fans‘ erarbeiten. Das hilft nicht nur im unternehmerischen Alltag und sorgt für mehr Umsatz und Gewinn (wie McKinsey jüngst in einer Studie zeigte), sondern hilft auch in einem Worst-Case ein Frühwarn-System zu haben, die Übersicht zu behalten und evtl. sogar die Wogen zu glätten.

Ein positives Beispiel sind einige der Lufthansa-Aktivitäten auf Facebook. Dort wird bei Ausfällen, Vulkanausbrüchen oder größeren Planänderungen schon mal eine Meldung herausgegeben, die wertvolle Informationen für die Passagiere enthält. So findet der im Zweifel sogar wütende Passagier beim Besuch der Facebook-Seite direkt hilfreiche Tipps zur Lösung seiner Probleme.

 

Prof. Tim Bruysten
Ein Kommentar von Tim Bruysten
.

Dieses Thema ist Teil des Seminars Praxisworkshop Facebook & Co. in der Corporate Communication, in dem es u. a. um die Chancen und Risiken in der Kommunikation mit Social Web geht.

“Eine Entwicklung digitaler Medien ist ohne Newsrooms kaum vorstellbar“ – Interview mit Christoph Keese

Christoph Keese ist Konzerngeschäftsführer Public Affairs bei Axel Springer und Referent auf der Konferenz ‚Newsrooms für Corporate Media – Was Unternehmen von Redaktionen lernen können‘ am 28. März im Münchner Literaturhaus. Im Interview erklärt er, wie Axel Springer die Herausforderungen des crossmedialen Publizieren mithilfe des Newsroom-Konzepts meistert.

ADB: Redaktionen bedienen immer mehr Medien und die Prozesse des Publizierens werden immer komplexer. Wie bewältigen Sie bei Axel Springer die Herausforderungen des crossmedialen Publizierens?
Keese: Wir setzen Redaktionssysteme ein, die auf crossmediales Publizieren ausgelegt sind und es den Redaktionen gestatten, alle Inhalte über die unterschiedlichen Medien in den jeweiligen Formaten auszuspielen. Unsere Absicht ist es, alle relevanten Kanäle zu bedienen.
Weiterlesen

‚Zeitschriften werden auch künftig eine zentrale Rolle spielen‘

Michael Himmelstoß (Verlagsleiter Fachzeitschriften, Carl Hanser Verlag)

Interview mit Michael Himmelstoß (Verlagsleiter Fachzeitschriften, Carl Hanser Verlag), geführt von Ehrhardt F. Heinold (Geschäftsführer, Heinold, Spiller & Partner Unternehmensberatung)

Die Akademie der Deutschen Medien veranstaltet, in Kooperation mit Heinold Spiller & Partner, am 9. Dezember 2009 zum ersten Mal das Zukunftsforum Zeitschriften. Wir haben uns dabei bewusst entschlossen, ein für viele Verlage noch immer zentrales Medium in den Mittelpunkt zu stellen. Denn bei aller Begeisterung für Internet und Mobile – sehr viele Verlage erwirtschaften einen

 

wesentlichen Teil ihrer Umsätze und Renditen mit diesem Medium.
Wir haben Michael Himmestoß, Verlagsleiter Fachzeitschriften beim Carl Hanser Verlag und Teilnehmer an einem hochkarätig besetzten Podium, gefragt, wie er die zukünftige Rolle von Zeitschriften einschätzt. Weiterlesen

Prof. Dr. Sarah Spitzer über die Markenführung im digitalen Raum

„Interaktion auf Augenhöhe“

Wie muss Content künftig aufbereitet und inszeniert werden? Auf welchem Weg und über welche Plattformen gelangen Inhalte zum Kunden? Und wie kann das verlagseigene (digitale) Angebot monetarisiert werden? Solchen Fragen zum digitalen Umbruch widmen sich nicht nur die Verlagsstrategen, sondern auch die  verschiedenen Hochschulen. Wie ihre Erkenntnisse für die Buchbranche fruchtbar gemacht werden können, stand im Mittelpunkt der  Konferenz „Science meets Publishing“ der Akademie der Deutschen Medien in Kooperation mit Heinold, Spiller & Partner.

Im Interview erläutert Frau Spitzer, warum das Sender-Empfänger-Modell im Web 2.0 passé ist. Weiterlesen

Veränderungen managen − Dr. Simon Sagmeister von Malik Management und Bernd Zanetti, Geschäftsführer der Akademie, über Unternehmenskultur und Change

Vom 1. bis 3. September findet im Münchner Literaturhaus das zweite Modul unseres Top-Management Programms zum Thema (R)evolution in Verlags- und Medienunternehmen – Veränderungen auslösen und gestalten statt.
Lesen Sie im Folgenden ein Interview mit dem Referenten des Seminars Dr. Simon Sagmeister von Malik Management und Bernd Zanetti, Geschäftsführer der Akademie, über Unternehmenskultur und Change.

Weiterlesen

Fragen an Bernhard Kellner zum Thema „PR in Verlagen“

Bernhard Kellner

ADB: Herr Kellner, was ist Ihrer Meinung nach der größte Mythos, der über die PR-Arbeit in Verlagen kursiert?
Bernhard Kellner (BK): Dass PR-Arbeit für Verlage etwas völlig anderes ist als für andere Branchen. Sicher arbeiten wir mit und für das Kulturgut Buch bzw. Verlagscontent – wie es neudeutsch so schön heißt, aber eine strategische PR ist gerade bei kleineren Budgets wie in der Verlagsbranche umso wichtiger.

Weiterlesen

Dr. Richard Hahn über Bildrechte, Model Release u. a.

Dr. Richard Hahn

Herr Dr. Hahn, Sie referieren am 12. März in der ADB zum Thema Bildrechte. Die Veranstaltung wird zum ersten Mal als Webinar abgehalten. Welche Vorteile sehen Sie in diesem neuen Format?

Dr. Richard Hahn: Das Format bietet den Teilnehmern die Möglichkeit kurzer konzentrierter Schulungseinheiten am Arbeitsplatz oder auch von zu Hause aus ohne lange Anreise, mit wenig Zeitverlust und mit geringen Kosten. Die Teilnehmer können sich über spezifische Themen informieren und so Wissenslücken füllen.

 

Und warum eignet sich das Thema Bildrechte besonders für ein Webinar?

Dr. Richard Hahn: Der Bereich der Bildrechte lässt sich zunächst einmal gut in eine urheberrechtliche und eine persönlichkeitsrechtliche Komponente aufteilen. Dann gibt es viele abgrenzbare Teilbereiche wie den Fotografenvertrag, Bildportale im Internet, Kunst & Architektur auf Fotos oder eben das Thema Model Release.

 

Was genau bedeutet Model Release?

Dr. Richard Hahn: Unter Model Release versteht man die Einwilligung eines Models, dass die Fotos veröffentlicht werden dürfen. Diese Einwilligung ist keine Selbstverständlichkeit. Das Model kann sehr genau festlegen, wie lange, in welchen Medien und zu welchen Zwecken das Foto verwendet werden darf. Die Frage nach dieser Einwilligung stellt sich dabei nicht nur bei professionellen Models, sondern bei jeder Person, die erkennbar auf einem Foto abgebildet ist: Teilnehmer einer Demonstration, Kinder auf dem Schulhof oder Prominente auf dem roten Teppich.

 

Warum sind Einwilligungserklärungen oft so knifflig?

Dr. Richard Hahn: Stellen Sie sich Fotos einer Benefiz-Veranstaltung vor: Gruppen von Menschen, die sich unterhalten oder die einem Redner lauschen. Manche sind mit ihren Kindern da, hier und da ein Prominenter, mal ein Interviewpartner oder einfach nur der Party-Service im Hintergrund. Von wem braucht man eine Einwilligung? Schriftlich? Was ist mit Minderjährigen? Wie organisiert man das in der Praxis? Darf man die Fotos für Werbung verwenden? Das kann schon knifflig sein.

 

Was sind die größten Fehler, die man gegenwärtig im Bereich Bildrechte machen kann?

Dr. Richard Hahn: Das Internet bietet den Fotografen als Anbietern wie auch den Bildredakteuren als Abnehmern ganz neue Möglichkeiten. In den unzähligen Portalen werden zum Teil qualitativ hochwertige Fotos zum Nulltarif angeboten, oft als „user generated“ oder „open content“. Die Versuchung ist groß, aber die Gefahren sind es auch. Man muss hier einen sehr genauen Blick auf den Anbieter und –  soweit vorhanden – dessen allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen. Das ist mühsam und fällt dem ungeschulten Auge oft schwer.

 

Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren das Urheberrecht mehrfach reformiert. Welchen Einfluss hat das im Bereich Foto- und Bildrechte? Über welche Änderungen sollten Mitarbeiter von Verlags- und Medienunternehmen unbedingt Bescheid wissen?

Dr. Richard Hahn: Die Reformen haben Auswirkungen vor allem auf die Vertragsgestaltung mit Urhebern, also zum Beispiel mit Fotografen. Auch der Anspruch des Urhebers auf eine „angemessene Vergütung“ sollte den Praktikern bekannt sein. Schließlich ist es vor allem die Rechtsprechung, die immer wieder für Aufregung sorgt.

 

Viele Verlage produzieren Bücher, Zeitschriften o. ä., die bereits als Printformate erschienen sind, jetzt auch als E-Books. Was gilt es bei der Digitalisierung der in den Print-Produkten enthaltenen Abbildungen besonders zu beachten?

Dr. Richard Hahn: Man muss im Einzelfall prüfen, ob der Verlag das erforderliche Nutzungsrecht hierzu hat, nämlich das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung.  Rechtlich verbirgt sich dahinter auch der Themenkomplex der „unbekannten Nutzungsart“. Ein weites Feld.

Hier gelangen Sie zum WEBINAR ‚Bildrechte: Recht am eigenen Bild – Das Model Release‘.

„Flexibilität und Innovationsfähigkeit erhöhen“ – Ehrhardt F. Heinold über den Verlag 3.0

Ehrhardt F. Heinold

Was verstehen Sie unter dem Verlag 3.0? Was ist dessen Kernkompetenz?

Ehrhardt F. Heinold: Der Verlag 3.0 bietet nicht nur Medien in allen Formen und Formaten, sondern vernetzt sich zudem intensiv mit seinen Kunden. Kernkompetenz des Verlages ist die Erfüllung von Kundenwünschen, erstrangig in den Bereichen Information und Unterhaltung, zunehmend aber auch in Servicebereichen. So bieten

 

juristische Fachverlage neben Fachinformationen zunehmend auch Softwarelösungen für ihre Kunden an. Andere Verlage organisieren Fachcommunities oder Kongresse und positionieren sich so als ‚kommunikatives Zentrum‘ ihrer Zielgruppen.
Weiterlesen

Mobile Apps – Dr. Alexander Trommen über das Potenzial von mobilen Applikationen für Verlage

Dr. Alexander Trommen

1. Herr Dr. Trommen, was ist Ihre Lieblings-App und wo liegen für Sie ihre besonderen Qualitäten?
Dr. Alexander Trommen: Meine Lieblingsapp ist natürlich SmartRunner. SmartRunner ist eine App, mit der man seine Outdooraktivitäten in einem Trainingstagebuch aufzeichnen und falls gewünscht veröffentlichen kann. Die Applikation zeigt die verbrauchten Kalorien, Kilometer und Geschwindigkeiten an. Nach dem Sport kann man die zurückgelegte

 

Strecke aus der Applikation in die Community-Website hochladen und als Karten- oder Satellitenbild inklusive Höhenprofil – zum Beispiel wichtig für Mountainbiker – darstellen lassen. Die Webseite bietet außerdem die Möglichkeit, die Strecken automatisch in den eigenen Twitter Account oder das Studi VZ/Mein VZ Profil zu posten. Man trainiert somit nie mehr umsonst oder alleine.

Weiterlesen