„Der Konsument ist auf der Suche nach einer Struktur.“ – Eindrücke vom 2. Kindermedienkongress der Akademie

Am 23. November 2011 fand zum zweiten Mal der Kindermedienkongress der Akademie im Münchner Literaturhaus statt. Hier ein kurzer Bericht von Franziska Dettke, Teilnehmerin und Studentin des Masterprogramms Kinder-und Jugendmedien an der Universität Erfurt:

Franziska Dettke

Franziska Dettke

Der Schwerpunkt des Kongresses „Was geht App für Kids? – Die Zukunft der Kindermedien“ lag klar bei der Konzeption, Entwicklung und Nutzung von Apps. Die Zeichen der Zeit sind erkannt. Vielleicht war deshalb kein Raunen aus den Reihen der Printverlage zu vernehmen, als Dirk Ziems (concept m research + consulting) die These aufstellte: „Das iPad hat das Zeug, in der Mediensozialisation das erste Gerät zu werden.“
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Rückblick: Best of Social Media-Konferenz 2011

Im November fand unsere erste Social Media-Konferenz statt. Da Twitter ja leider die Tweets und Suchanfragen (in diesem Fall #smk11) immer sehr schnell wieder löscht, hier eine kleine Zitatesammlung:

Axel Dammler, iconkids&youth

Axel Dammler

Axel Dammler

  • „In den sozialen Netzwerken sind junge Menschen ehrlich zueinander. Was sie dort machen, ist authentisch. Sie reagieren damit auf unsere Lebenswelt, in der vieles (z.B. in den Medien) nicht mehr authentisch ist.“
  • „Soziale Netzwerke sind ein brilliantes Kommunikationsmedium für Verlage und Unternehmen, wenn man es schafft, in diesen viralen Flow reinzukommen, wenn man es schafft, kommuniziert zu werden (durch Weiterempfehlungen).“
  • „Pure Information interessiert niemanden. Was im Internet zählt, ist nur der Nutzen.“ Weiterlesen

„Der E-Book-Markt wird in Deutschland abheben“ – Interview mit Dr. Ulrich Hermann

Neue technologische Entwicklungen und Nutzertrends haben wieder Schwung in den deutschen E-Book-Markt gebracht. Welchen Trend finden Sie besonders spannend? Und warum?

Die Verbreitung des IPad von Apple und das Entstehen einer neuen Tablet-Industrie in unterschiedlichsten Betriebssystemen ist ein erstaunliches Phänomen mit Blick auf die Geschwindigkeit und Größenordnung des neuen Geschäftsfeldes. Das Tablet und sein Userinterface kann als eine weitgehende „Humanisierung“ einer Mensch-Maschine-Schnittstelle verstanden werden, die sich in die Sinneswelt des Menschen weitaus harmonischer eingefügt als das mit Lap Top oder PC im Ansatz möglich war. Bis heute gab es mit Blick auf die Nutzungsformen kein Medium, das dem Vergleich einer natürlichen und im Kindesalter gelernten Haptik eines Printmediums Stand hielt. Ausgestattet mit einer dem Printbuch vergleichbaren Haptik, aber mit fantastischen Vorteilen gegenüber einem Buch, wird sich der Trend, mit dem sich derzeit das Tablet verbreitet, weiter beschleunigen. Zu nennen sind hier etwa die Vernetzung mit weiteren Inhalten, die Nutzung einer gesamten Bibliothek auf einem Device zum Gewicht eines Taschenbuches oder der bequeme ortsungebundene Zugriff auf Millionen von Titeln.

Dr. Ulrich Hermann
Wie können Verlage die zunehmende Komplexität an Endgeräten, Formaten und Kanälen auf dem E-Book-Markt erfolgreich managen? Was raten sie kleineren Verlagen?
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„Digitales Publizieren muss für Kinder völlig anders gedacht werden als für Erwachsene“ Interview mit Annika Hartmann

Anlässlich unseres Kindermedienkongresses „Was geht App für Kids? – Die Zukunft der Kindermedien“ am 23.11.2011 haben wir mit Annika Hartmann, bei Lübbe Projektreferentin E-Publishing, ein Interview geführt.

Annika Hartmann

Annika Hartmann


1)
Kinderbücher haben ihren Weg auf iPad, iPhone & Co gefunden – was sind augenblicklich die größten Herausforderungen für Verlage?

Digitales Publizieren muss für Kinder völlig anders gedacht werden als für Erwachsene: Nur Text funktioniert hier nicht. Kinder wollen Bilder, Animationen und Ton. Aus dieser Überlegung ergeben sich aber Einschränkungen, was die Lesegeräte angeht: Bunte, spannende und ansprechende digitale Kinderbücher können noch nicht auf allen Geräten gelesen werden. E-Books für Kinder attraktiv umzusetzen ist auf der einen Seite kostenintensiv, auf der anderen Seite sind die Vertriebswege eingeschränkt. Um auf diese Herausforderung angemessen reagieren zu können, müssen Verlage die technischen Entwicklungen der Geräte genau beobachten, Projekte überlegt planen und zielgerichtet investieren.


2) Wann sollte man die hohen Kosten einer App-Entwicklung in Kauf nehmen? Anhand welcher Kriterien treffen Sie diese Entscheidungen?

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Paid-Content-Konferenz vom 24.10.2011: Best of

Auf der Paid-Content-Konferenz Apple, Android und Co. − Erfolgsmodell App-Economy? hatten wir wieder ein spannendes Programm und hochkarätige Referenten zu Gast in München. Ein paar der vielen guten Zitate gibt es hier:


1) Martin Korosec, Geschäftsführer, Verlag Werben & Verkaufen

„Ein Magazin, das klassischen Print-Content auf Tablets überträgt, reicht nicht aus, es muss mit Fun, Erlebnis verknüpft sein.“

„Grundsätzlich haben Sie keine Zielgruppe und jede. Denn alle iPad-Nutzer sind grundsätzlich potenzielle Leser.“

„Wir verkaufen kein Papier. Ich bin kein Papier-Händler, ich bin Content-Händler.“


2) Michael Reuter, Co-Gründer, AppAdvisors

„Apps sind sexy.“

Gute Apps haben ein ansprechendes Design, vermitteln eine erstklassige User Experience (d.h. bieten einen Nutzwert, für den der Kunde gern zahlt), versprechen Instant Gratification, indem sie die Erwartungen des Kunden unmittelbar befriedigen, und bieten zugleich funktionierende Geschäftsmodelle, mit denen man Geld verdienen kann.

Denn: „Apps sind Produkte und daher verkäuflich.“


3) Cornelia Schulze, Senior Vice President Thieme Publishers, Georg Thieme Verlag

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„Wir haben die Wurzeln von WIRED genommen und für Deutschland adaptiert“ – Referent Thomas Knüwer im Interview

1) Das Vertrauen ihrer Zielgruppen erlangen Verlage heute nicht mehr nur durch redaktionelle Qualität, sondern gerade im Bereich Social Media auch durch zunehmende Personalisierung und mehr Transparenz. Wie kann das Verlagsmanagement hier die richtigen Weichen stellen?

Fische stinken vom Kopf Thomas Knüwerher. Auch das Verlagsmanagement muss sich mit digitalen Technologien auseinandersetzen und sie selbst anwenden. Genauso wie Entscheider über die Entwicklungen in der Drucktechnik auf dem Laufenden sein müssen, müssen sie dies auch im Lande des Digitalen. Und das bedeutet eben: Nicht nur bei den Verlagsbranchen-konferenzen anwesend sein, sondern bei Treffs der Internet-Branche wie SXSW, Le Web oder Re-Publica – denn dort erfährt man, was als nächstes kommt.

2) In Ihrem Blog Indiskretion Ehrensache schreiben Sie „Nur online/im Internet sein reicht nicht“, wenn es um die Unternehmenspräsenz im Internet geht. Was machen Unternehmen hier falsch und worauf kommt es eigentlich an? (zum Artikel)

Unternehmen sehen Ihre Homepage als Mischung aus Flugblattwerbung und Visitenkarte. Sie berauschen sich an platten Werbekampagnen. Stattdessen sollten sie sich fragen: Warum sollte ein Verbraucher meine Seite mehr als einmal besuchen? Weiterlesen

Wie viel Social Media braucht ein Verlag? 5 Thesen von Karl-Heinz Behrens, Moderator und Mitveranstalter des Rheingauer Verlegerkonvents

Karl-Heinz Behrens

Karl-Heinz Behrens

Das klassische Verlagsmodell, Produkte für Zielgruppen zu entwickeln und in den Markt zu pushen, ist überholt! Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle liegen vermutlich in einer Vielzahl von Kombinationen immer kleinteiligerer und individueller Angebote von Inhalten und Services und der Bedienung ebenso vielfältiger Medienkanäle. Communities und Social Media werden für den Verlag zum Treiber von Produktentwicklung und zum wertvollen Marketing-Tool.

Fünf Thesen zum Thema „Wie viel Social Media braucht ein Verlag?“

These 1: Kunden haben sich grundlegend verändert –  nicht nur in ihrem Nutzungsverhalten, sondern auch in der Erwartungshaltung!
Steigender Medienkonsum, Multitasking, Illoyalität dem Anbieter gegenüber sind die Parameter für die Verlage auf der einen Seite. Der „Kunde 2.0“ ist ein flüchtiges Wesen. Er bevorzugt Informationshäppchen, scheut dauerhafte Bindungen und wählt seine Partner nach der Devise: „Was bringt mir die Kommunikation und wie fühle ich mich dabei?“. Social Media kann den Verlagen dabei helfen, die veränderte Motivlage und Wünsche ihrer Kunden in deren Umfeld zu ergründen und besser zu verstehen. Weiterlesen

‚SIPA Munich‘, the international conference for specialized information publishers, presented solutions for the digital business of tomorrow

SIPA Munich 2011This year’s SIPA conference in Munich, which was titled ‚Business-Building Secrets for Specialized Information Publishers‘, was held from 6 to 8 April 2011. It attracted 114 participants and speakers from 13 countries to hear the latest on new technologies, viable (online) business models and marketing strategies in the international specialized information market. Countries like Egypt, South Africa, Australia and Poland were represented in addition to USA and the UK. The conference was organized for the third time by the Akademie der Deutschen Medien (Academy of the German Book Trade) in collaboration with the SIPA (Specialized Information Publishers Association) and VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG (publishing house).
‚We have the information they need. We just have to help them find it.‘ This is how Matt Salt, Executive Director of SIPA, aptly summed up the changing role of specialized information providers. Today, a specialized publishing house is a solution provider and, according to Salt, it’s all about ‚lead generation‘ – i.e. generating addresses.

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Die internationale Fachinformationskonferenz ‚SIPA Munich’ zeigte Lösungen für das digitale Geschäft von morgen auf

 

Auf der diesjährigen Konferenz SIPA Munich SIPA Munich 2011„Business-Building Secrets for Specialized Information Publishers” vom 6. bis 8. April 2011 kamen 114 Teilnehmer und Referenten aus 13 Ländern zusammen, um sich bezüglich neuer Technologien, tragfähiger (Online-)Geschäftsmodelle und Marketingstrategien im internationalen Fachinformationsmarkt auf den neuesten Stand zu bringen. Neben USA und UK waren u. a. Ägypten, Südafrika, Australien und Polen vertreten. Die Konferenz wurde zum dritten Mal von der Akademie der Deutschen Medien in Kooperation mit der SIPA (Specialized Information Publishers Association) und der VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG veranstaltet.
„We have the information they need. We just have to help them find it”, bringt Matt Salt, Executive Director der SIPA, die veränderte Rolle von Fachinformationsanbietern auf den Punkt. Ein Fachverlag ist heute ein Lösungsanbieter und alles dreht sich, so Salt, um ‚lead generation’ – Adressgenerierung.

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