„Auch auf Distanz lässt sich Nähe herstellen“

Christian Thiele, Experte und Coach für Führung und konstruktive Kommunikation, spricht im Interview über Führung virtueller Teams und sein Seminar „Führen auf Distanz“ (9.-10.11.2017 in München).

Welche Bedeutung hat das virtuelle Führen?

Die Globalisierung, die Digitalisierung, aber auch neue Modelle der Organisation von Arbeit (Telearbeit, Homeoffice) führen dazu, dass immer mehr Unternehmen von verschiedenen Standorten aus geführt werden. Und dass in immer mehr Teams rund um die Uhr gearbeitet wird – nur eben rund um den Globus statt Schreibtisch an Schreibtisch.

Nun gibt es etliche Studien, die einerseits belegen, dass bis zu zwei Drittel aller virtuellen Arbeitsgruppen nicht zur Zufriedenstellung ihrer Mitglieder, Führungskräfte und/oder Kunden arbeiten. Andererseits gibt es aber auch viele und harte Daten dazu, dass die – leider wenigen – Teams, die ihre virtuelle Zusammenarbeit erfolgreich organisieren, deutlich effektiver und effizienter sind als herkömmliche Formen der Zusammenarbeit. Ein Schlüsselfaktor dabei: gute virtuelle Führung!

 

Was ist beim guten virtuellen Führen wichtig?

Erstmal viele Dinge, die auch für das präsente Führen wichtig sind: Eine gute Führungskraft strahlt Zuversicht aus, vermittelt Klarheit, kann Konflikte früh sehen und klären helfen, setzt Mitarbeiter gemäß ihren Stärken und Fähigkeiten ein. Aber durch den fehlenden oder geringeren persönlichen Kontakt gehen häufig wichtige Untertöne in der Kommunikation verloren – auf Sender- und auf Empfängerseite. Das muss man kompensieren. Zum einen, indem man sich als Virtual Leader besonders über die eigenen Stärken, Bedürfnisse und Eigenheiten im Klaren ist. Weiterlesen

Content Marketing und Big Data: Die neuen Herausforderungen des Mediaberaters

Ein Interview mit Thorsten Gerke – langjähriger Experte für Medienvermarktung, Mediaplanung und Marktforschung.

Thorsten GerkeHerr Gerke, damit Werbekampagnen ihre Maximalwirkung entfalten können, steht am Anfang aller Entscheidungen die Analyse der Zielgruppe. Wie können Vermarkter von Online-Werbung ihre Kunden dabei unterstützen?
Mit Kreativität und Technik. Denn nur mit nüchternen Daten allein ist es nicht getan. Die lassen sich im Digitalen immer leichter beschaffen und liegen dem Kunden nicht selten selbst vor. Der Berater braucht Modelle und Analysetechniken, die aus rohen Daten ein stimmiges Zielgruppenbild malen. Daran arbeiten wir im ersten Schritt im Seminar.

 

In Zeiten von Content Marketing müssen Mediaberater nicht nur Werbeflächen verkaufen, sondern Kampagnen von Anfang an mitdenken. Welche Anforderungen erwachsen daraus für die Mediaberatung?

Content-Verkauf macht dem Mediaberater Freude, der gerne konzeptionell denkt. Eine systematische Verzahnung von Content und Werbung ist dabei gefragt und da gibt es mittlerweile eine Vielzahl erfolgreicher Beispiele, die in die Praxis mitgenommen werden können. Ausgerüstet mit einer Handvoll Systematiken, ist der Mediaberater für die wichtigsten Fälle gut gewappnet.

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Projektmanagement – Eine Dienstleistung für gute Zusammenarbeit

Ein Interview mit Corinna Derra, Trainerin und Beraterin im Projektmanagement für Teams, Projektleiter und Führungskräfte

Frau Derra, der Begriff „Projektmanagement“ ist in aller Munde – was genau ist aus Ihrer Sicht überhaupt ein Projekt?

Corinna DerraEs gibt in der Tat das Phänomen, alles zum Projekt zu machen – „Projektitis“, wie wir das nennen. Und umgekehrt werden Vorhaben, die den Titel „Projekt“ wirklich verdienen, nicht als solches angegangen. Das liegt häufig am unreflektierten Umgang mit dem Wort „Projekt“, weshalb diese Klärung ganz am Anfang steht: Ist die Unternehmung ein Projekt oder kein Projekt? Die meisten Begriffsdefinitionen eint, dass es sich bei einem Projekt um ein einmaliges Vorhaben von begrenzter Dauer handelt. Wir wollen noch etwas hinzufügen: Ein Projekt ist ein soziales System. Menschen treffen in einem unbekannten Vorhaben aufeinander und es gilt, die Zusammenarbeit zu organisieren und das Vorgehen zu vereinbaren.


Und wodurch zeichnet sich gutes Projektmanagement aus?

Manchmal hadern wir mit dem Begriff Projektmanagement und fragen uns, ob wir nicht besser Projektführung dazu sagen sollten. Denn letzten Endes geht es doch darum, wie ich als Projektleitung alle Beteiligten möglichst geschickt durch mein Projekt führe, um gemeinsam zu einem guten Ergebnis zu kommen. Wobei das in unseren Linienorganisationen oftmals bedeutet, ohne hierarchische Weisungsbefugnis zu führen. Dafür braucht es Projektleiter, die (im positiven Sinne) Täter sind, Einfluss nehmen und versuchen einzuwirken. Für uns ist gutes Projektmanagement eine Dienstleistung für gute Zusammenarbeit.

 

Agil oder klassisch – welche Projektmanagement-Methode soll ich wählen?

Diese Frage wird uns immer wieder gestellt. Aber für uns gibt es kein nicht-agiles Projektmanagement. Wir sehen Projektmanagement in erster Linie als Hilfsmittel, das das Arbeiten in Projekten leichter machen soll. Sie können sich das wie eine handwerkliche Tätigkeit vorstellen: Da verwenden Sie Werkzeuge nur dann, wenn sie gebraucht werden. Genauso verwenden wir die Werkzeuge im Projektmanagement: nämlich wenn sie von Nutzen sind und das eigene Leben und das der Mitstreiter erleichtern. Das, was im Moment als „agil“ betitelt wird, fügt dieser Sammlung neue Werkzeuge hinzu oder eröffnet manchmal auch schlicht eine neue Perspektive auf ein bekanntes Instrument.

 

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Corporate Blogs und die Frage „Was will ich wem wie sagen?“

Ein Interview mit Stefan Krüger, Geschäftsführer von cocodibu und brandiz

Herr Krüger, der Dialog mit potenziellen Kunden und Zielgruppen läuft heute hauptsächlich über Social Media. Stellt sich die Frage: Wie aktuell ist das Format „Corporate Blog“ im Online Marketing noch?

Ich sehe den Gegensatz in der Praxis nicht: Beide haben im Kommunikationsmix unterschiedliche Funktionen und sind deswegen schwer vergleichbar und auch nicht substituierbar. Im besten Fall ergänzen sie sich vielmehr. Facebook und Twitter sind ideale Teaserkanäle für den eigenen Corporate Content. Der Corporate Blog hat also nichts an Aktualität eingebüßt.

 

Was zeichnet Blogs im Vergleich zu anderen Kanälen aus? Was sind die Vorteile?

Über Blogs lassen sich Geschichten erzählen und multimedial aufbereiten. Und zwar solche, die Unternehmen gerne erzählen und Stakeholder hören und lesen wollen – unabhängig davon, ob sich der Blog nun schwerpunktmäßig an (potenzielle) Mitarbeiter, Kunden oder beispielsweise Journalisten und Influencer wendet.

 

Welche sind die aktuellen Trends im Corporate Blogging?

Die Erwartung an Marken ist im Digitalzeitalter rapide gestiegen. Kunden, Multiplikatoren und eigene Mitarbeiter wollen Weiterlesen

Digitale Programmgestaltung: Herausforderungen im E-Book-Lektorat

3 Fragen an Jan Frederic Wielpütz, Experte für E-Book-Lektorat und digitale Programmgestaltung

Jan Frederic Wielpütz, Lektor, selbstständiger Autor und Ghostwriter ist Referent unseres neuen Seminars „E-Book-Lektorat – Digitale Stoffe entwickeln, neue Projekte und Autoren managen“, am 06.-07.09.2017 in München. Frederic Wielpütz war bis 2015 Leiter der Bastei Lübbe Academy und zuvor als Cheflektor bei Bastei Entertainment verantwortlich für den Aufbau eines E-Book-Lektorats und für die Konzeption digitaler Stoffe.

 

Im Interview beantwortet Jan Wielpütz Fragen zu den Herausforderungen im E-Book-Lektorat:

 

ADM: Was sind für Sie die Erfolgsfaktoren für digitale Programmgestaltung?

J. Wielpütz: „Der digitale Markt unterscheidet sich vom klassischen Buchgeschäft. Einerseits sind im E-Book zwar auch bekannte Autorenmarken erfolgreich – andererseits wird das Geschäft aber von Genres und Subgenres getrieben, die im Printbereich keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zudem  Weiterlesen

Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Künstliche Intelligenz, Chatbots, Virtual Reality: Was die Zukunft für die Branche bereithält

Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Chatbots – Sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich können die Tech-Trends aufregende Marken-Erlebnisse, individuelle Content-Angebote, und einen besseren Kundenservice schaffen.

 

  • Wie setzt die Branche KI schon jetzt für die Content-Entwicklung und – Vermarktung ein?
  • Wie gelingt es, Produkte mit Virtual Reality zum Leben zu erwecken?
  • Welche Einsatzmöglichkeiten haben Chatbots und Messenger-Dienste im Kundenservice?

 

Auf der Frankfurter Buchmesse erläutern Experten, wie sie die neuen Technologien für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Produkte, Vermarktungskonzepte und Service-Modelle einsetzen. 

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Zweitverwertung oder mehrfache Wertschöpfung?

E-Learning als strategische Option für non-fiction Content

In Zeiten schrumpfender Margen, abnehmender Zahlungsbereitschaft und kostenloser Konkurrenzangebote müssen sich viele Verlage auf die Suche nach neuen Erlösquellen begeben. Manche versuchen mit neuen Angeboten neue Zielgruppen zu erschließen (die klassischen Diversifikationen), andere setzen bei dem an, was sie erwiesenermaßen am besten können: Content erstellen, kuratieren und zur Verfügung stellen. Die Vielfalt der Print- und Digitalformate allein eröffnet zwar bisweilen neue Erlösquellen, aber nicht immer zusätzlichen Ertrag.

 

Wie aber kann man vorhandenen und relevanten Content seinen Zielgruppen noch mit einem Zusatznutzen anbieten? 

E-Learning kann in solchen Fällen eine interessante Option darstellen: gerade für Inhalte, die von den Endkunden regelmäßig oder auf Dauer benötigt werden, sind Lernangebote interessant.

Umfrage des MMB-Institut 2015: Welche dieser Anwendungen werden als Lernform für das betriebliche Lernen in Unternehmen für die E-Learning-Wirtschaft in den nächsten drei Jahren kommerziell erfolgreich sein und welche weniger? N=5865, Angaben in Prozent

 

Wie ist es um die Zahlungsbereitschaft Ihrer Zielgruppe bestellt?

Flexibilität, Individualisierbarkeit und gute Verfügbarkeit entsprechen der Lebens- und Arbeitswelt vieler Nutzer von nicht-fiktionalem Content. Für den Verlag stellt E-Learning mit vorhandenem Content Weiterlesen

Strategische Programmplanung im Verlag – Heute wichtiger denn je?


Dr. Harald Henzler, Experte für die Entwicklung digitaler Angebote, Geschäftsführer von smart digits und Referent bei der Akademie der Deutschen Medien im Interview zum Thema strategische Programmplanung.
Dr. Henzler leitet das Seminar „Strategische Programmplanung  – Print und Digital“ am 27. – 29. Juni 2017 in München. Informationen zum Seminar finden Sie hier.

ADM: Herr Dr. Henzler, warum ist eine strategische Planung von Verlagsprogrammen heute wichtiger denn je?

HH: Die zwei wesentlichen Gründe dafür sind zum einen die hohen Kosten für die Technologie, zum anderen die Fokussierung auf Zielgruppen, die man auch erreicht und bedienen kann.

Technologie heißt dabei nicht nur Technologie für Produkte, sondern auch das Backend, die technologische Infrastruktur im Verlag. Hierzu gehören finanzielle Invests in das CMS, in ein gutes CRM oder auch in einen kostengünstigen Produktionsablauf. Diese Kosten bekomme ich nur in den Griff, wenn ich eine klare Produktstrategie verfolge.

Die in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass in vielen Häusern für die Produktion von Apps, enhanced E-Books oder CMS oft viel Geld und Zeit eingesetzt wurden, die sich nicht gerechnet haben. Häufig wurde Technologie gekauft und aufgebaut, ohne dass man dazu schon das Portfolio hatte oder auch klar war, in welche Richtung das Portfolio entwickelt werden sollte. Man hat das Pferd von hinten aufgezäumt. Und sowas kostet.

Der zweite Grund Weiterlesen

Andrea Tenorth über Workflow und Prozesse bei der crossmedialen Medienproduktion

Liebe Frau Tenorth, Medienunternehmen kommen auf Sie zu und suchen Beratung bezüglich der crossmedialen Medienproduktion. Um welche Herausforderungen geht es da konkret?

Die große Herausforderung bei der crossmedialen Medienproduktion ist die Synchronisation und Organisation von gleichen Inhalten für verschiedene „Medienträger“. Die Produktion im Printbereich ist inzwischen bei vielen Unternehmen standardisiert und optimiert auf die Printausgabe, der digitale Bereich ist in der Regel später dazu gekommen und muss „on-the-top“ mit bedient werden. Und zwar so, dass die Printproduktion auch noch funktioniert. Und da fängt es an, schwierig zu werden. Für die digitale Produktion hat man neue Kunden, neue Vertriebsmodelle, neue Anforderungen in der Vermarktung und braucht für all das andere Kompetenzen, um die Produktion reibungslos und effizient zu machen. Wird „einfach“ mit der Printmannschaft nun auch digital produziert, muss man Kompetenz aufbauen oder sich auf Dienstleister verlassen, stellt man digitale Spezialisten ein, muss man den Transfer zwischen alt und neu, print und digital gewährleisten und vernetzen. In beiden Fällen muss man aber eines machen: Transparenz schaffen über das, was zu tun ist, und d.h. für mich Prozesse beschreiben und Zuständigkeiten regeln, damit der Output termingerecht und in der entsprechenden Qualität zur Verfügung steht. Und vor allem: dass das nicht nur einmalig funktioniert, sondern auch skalierbar ist für die regelmäßige Produktion.

Viele Unternehmen produzieren jetzt schon einige Jahre auch digitale Produkte – warum ist „Crossmedial produzieren“ immer noch eine Herausforderung?

 

Weil Unternehmen Systeme sind, die über viele Jahre Unternehmenskulturen entwickelt haben, die nicht unbedingt zu den sich sehr dynamisch entwickelnden digitalen Möglichkeiten passen: stetig neue Features der Devices, neue Anbieter und Weiterlesen

Augmented Reality: Das Feld darf nicht den Gaming-Anbietern überlassen werden!

Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und 360 Grad-Videos werden für Unternehmen sowohl als Produkt als auch im Marketing immer wichtiger. AR hat sich von einer Nischen-Technologie zu einer Lösung entwickelt, an der alle großen Digital-Anbieter arbeiten und die bereits jetzt in vielen Bereichen Einsatz findet. Die Anwendungsszenarien kennen dabei kaum eine Grenze.

Kindermedien arbeiten schon seit mehreren Jahren mit Augmented Reality, so z.B. Carlsen mit LeYo, Ravensburger mit Tiptoi und Space Hawk. Oetinger hat 2015 das Superbuch auf den Markt gebracht. Disneys Malbuch weckt mit einer App ausgemalte Figuren zu bewegten 3D Objekten.

 

 

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Berufsbild Event- und Veranstaltungsmanager – 3 Fragen an…

3 FRAGEN AN… Sünne Eichler, Expertin für Bildungsmanagement

Was macht eigentlich ein Event- und Veranstaltungsmanager?Sünne Eichler, Moderatorin des Zertifikatskurses „Event- und Veranstaltungsmanager“, beantwortet drei Fragen zum Berufsbild, den Erfolgsfaktoren eines Events und zu digitalen Bildungsformaten im Veranstaltungsmanagement.

Was hat sich am Berufsbild des Event- und Veranstaltungsmanagers verändert?

Die Aufgaben sind vielfältiger und verantwortungsvoller geworden. In vielen Unternehmen und Organisationen ist eine Veranstaltung nicht mehr „schmückendes Beiwerk“, sondern soll auch einen wirtschaftlichen Beitrag zum Unternehmensergebnis leisten. Damit steigt die Verantwortung eines Eventmanagers. Gleichzeitig beobachte ich, dass ein Event- bzw. Veranstaltungsmanager das ganze Spektrum an Tätigkeiten rund um eine Veranstaltung abdecken muss: also von der Idee, über die Konzeption, Organisation und Budgetierung über das Marketing bis hin zur Evaluation. Also ein echter Allrounder!

Welches sind aus Ihrer Sicht kritische Faktoren für eine erfolgreiche Veranstaltung?

Das hängt natürlich von der Form der Veranstaltung ab – denn die sind ja sehr unterschiedlich. Sei es ein Kundenevent, das Begeisterung für ein Produkt erzeugen soll, oder eine Veranstaltung, bei der Wissen vermittelt wird. Einige Erfolgsfaktoren verbinden aber alle: Zeit für das Konzept nehmen, die Zielgruppe im Auge behalten, sich inhaltlich einarbeiten und eigene Kompetenz aufbauen! Und auch immer einen Blick für „den besonderen Pfiff“ haben!

Welchen Einfluss haben digitale Bildungsformate auf das Veranstaltungsmanagement?

Der Einfluss digitaler Bildungsformate nimmt zu. Veranstaltungen zum Beispiel mit Webinaren vor- oder nachzubereiten, Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Quizz-Apps für den mobilen Einsatz oder auch der Austausch in Foren – der moderne Event- und Veranstaltungsmanager sollte die verschiedenen digitalen Formate kennen und in sein Konzept aufnehmen. Daher widmen wir uns auch im Rahmen unseres Zertifikatslehrgangs diesem Thema. So können sich die Teilnehmer erste Grundlagen erarbeiten und Entscheidungen über einen möglichen Einsatz digitaler Medien treffen.


Zertifikatskurs Event- und Veranstaltungsmanager 

13.-16.02.2017 in München

Mehr Lebendigkeit, mehr Innovation!

Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist und Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung

Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist und Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung

Fragen an Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist, Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung und Referent der Akademie der Deutschen Medien, u. a. beim Seminar „Portfoliomanagement im Verlag – Analyse, Optimierung, Umsetzung“ vom 10. – 11.11.2016 in Hamburg:

Beim Carlsen Verlag betreuen Sie sehr erfolgreich seit über 15 Jahren ein umsatzstarkes und wachsendes Portfolio. Nach welchen Kriterien haben Sie das Portfolio-Management gesteuert?
Bücher ermöglichen Leserbindung. Wenn Bücher zuverlässig die Erwartung an „Markenqualität“ erfüllen, wächst sofort die Bindung. Habe ich mehrere erfolgreiche Bücher (sowohl Reihenkonzepte als auch Charakter-Konzepte), entsteht ein Markenkern. Bestätigt sich dieser Markenkern über vier Programme, kann ich ihn belasten und ausbauen mit sublines, line-extensions oder spinnoffs.

 
Nur solange eine Marke in der vertikalen Exemplare-Menge in die Höhe wächst, kann sie auch gesund in der horizontalen Titelanzahl-Menge in die Breite wachsen. „Marke“ bedeutet: Das Buch muss in jeder Hinsicht auch ohne Marke perfekt sein. Die „Marke“ ist nur ein Bonus, nie der Grund des Erfolges. Ein gutes Portfolio muss stets lebendig und innovativ sein.

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Interview mit Diana Timm, Global IT Director bei Peter Lang, Speaker auf der IT-Konferenz am 7.10.2016 in München

timm-dianaDiana Timm (Global IT Director, Peter Lang) ist Referentin auf der IT-Konferenz „Die IT-Landscape von morgen“ der Akademie der Deutschen am 7. Oktober 2016 im Literaturhaus München. Gemeinsam mit Katja Splichal (Leitung Verlagsbereich Online und Mitglied der Geschäftsleitung, Verlag Eugen Ulmer) hält sie einen Vortrag zum Thema Outsourcing vs. Insourcing: IT-Organisation bei Eugen Ulmer und Peter Lang.

Dr. Sven Fund
, Moderator der IT-Konferenz und Geschäftsführer von fullstop, sprach mit Diana Timm über die Einführung einer neuen Verlags-Software bei Peter Lang.

Frau Timm, Peter Lang Publishers als mittelgroßer Verlag hat gerade ein zentrales IT-Projekt abgeschlossen. Was genau haben Sie gemacht?
Wir haben fast zeitgleich mit dem Management-Buy-out bei Peter Lang Anfang letzten Jahres die schon seit längerem geplante Ablösung der seit 2000 eingesetzten ERP Software vorgenommen. Einer der Gründe, dieses Projekt so schnell wie möglich durchzuführen war, dass die alte Software nur innerhalb des deutschen Sprachraums eingesetzt werden konnte und das neue Management die Globalisierung und auch die Vereinheitlichung der Geschäftsprozesse innerhalb der Verlagsgruppe als Hauptziel im Fokus hatte. Um einheitliche Prozesse über alle Standorte zu definieren, war es unumgänglich, Softwarepakete einzusetzen, die mindestens eine deutsche und eine englische Oberfläche anbieten. Davon abgesehen haben wir uns für Lösungen entschieden, die eine Standardisierung der Prozesse unterstützen.

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Innovative Konzepte müssen her! –
Trends und Erfolgsstrategien der Online-PR

Interview mit Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs, Referentin an der Akademie der Deutschen Medien für den Zertifikatskurs „PR- und Communications-Manager“ (06.-09.06.2016 in München)
„Sich auf einen analogen Presseversand zu verlassen und Journalisten abzutelefonieren, das macht heute keine nachhaltigen Media-Relations mehr aus. Was uns stattdessen beschäftigt? Paid Content und Social Ads, „Newcomer-Services“, wie WhatsApp und Snapchat und Video-Content. (…) Es wird Zeit, sich überzeugende Konzepte und innovative Angebote im Marketing einfallen zu lassen!“

 

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Interview mit Jörg Asma zur Smart-Data Konferenz – Content meets Customer!

Jörg Asma, Prokurist, Comma Soft, ist Referent auf unserer Smart-Data Konferenz – Content meets Customer! am 31. Mai 2016 in München.

Smart Data

 

Auf der Konferenz lautet sein Vortragstitel „Gefahrenquelle Big Data: Große Datenmengen sicher im Griff“, lesen Sie hier ein Interview:

 

Stichwort Smart Data und Big Data: Was verstehen Sie darunter und wo sind die Unterschiede?
Big Data sagt zunächst nichts über die Menge der Daten aus. Big Data kann auch bei wenigen Mega Byte oder Gigabyte großen Datenmengen vorliegen. Hier wird vielmehr die Art und Weise der Speicherung und Verarbeitung angesprochen. In der Regel muss ich mir keine Gedanken mehr über Datenstrukturen, Verteilungsmechanismen und Suchfunktionalitäten machen. Der Begriff Big Data suggeriert jedoch, dass man beliebige Daten einsammelt, ohne sich Gedanken über deren Nutzen und Legitimation zu machen. Bei Smart Data wird der Begriff Big Data um die Werthaltigkeit der Informationen erweitert. Es geht darum jetzt die richtigen Daten zu sammeln und dabei die Technologie von Big Data zu verwenden.

 

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Interview zur 8. Corporate Media-Konferenz

Interview mit Anna Mang, Digital Manager, L’Oréal Paris

 

Anna Mang


Anna Mang
ist Referentin der 8. Corporate Media-Konferenz Content, Stories & Emotion – welche Content Marketing-Strategien wirklich funktionieren am 6. Oktober 2015 im Literaturhaus München.

 


L’Oréal vereint eine Vielzahl von Marken unter seinem Dach. Wie ist die Kunden- und Markenkommunikation bei L’Oréal strukturell im Unternehmen aufgebaut? Wie sind da die Zuständigkeiten, und wie arbeiten die Abteilungen miteinander?

Als größte Marke des Konzerns vereint L’Oréal Paris bereits verschiedene Kosmetik-kategorien mit den unterschiedlichsten Produkten unter einem Markendach. Deswegen bedarf es einer sehr engen Zusammenarbeit und stetigem Austausch zwischen den unterschiedlichen Marketingabteilungen und dem Digitalmarketing, mit dem Ziel einer gemeinsamen und einheitlichen Markenkommunikation. Weiterlesen

Interview zur 7. Mobile Publishing-Konferenz

Interview mit Rene Massatti, Head of Strategy, TrendOne

 

Massati,-Rene_2015Rene Massatti ist Referent der Mobile Publishing-Konferenz Mach’s mobil! Kundennahe Business-Strategien und Produktinnovationen für Medienhäuser am 24. Juni 2015 im Literaturhaus München. 

 

Wem trauen Sie mehr: Den Kollegen aus der Trendforschung, den Wettervorhersagen der Meteorologen oder Siri?

Das hängt von der Betrachtung des Worts trauen entweder im Sinne von verlassen, vertrauen oder zutrauen ab. Verlassen würde ich mich auf einen Wetterbericht grundsätzlich nie. Mein Vertrauen in die Trendforschung als Mittel zur Antizipation und Einschätzung relevanter Strömungen und Zukunftstechnologien habe ich dann, wenn sie strukturiert und kontextualisiert betrieben wird, was bei TRENDONE der Fall ist. Zuzutrauen ist es sogenannten Virtual Assistants wie Siri und predicitve Analytics Tools, dass sie unseren Alltag immer mehr beeinflussen werden und wir in spätestens 5 Jahren kaum mehr Informationen suchen werden, weil diese uns finden werden.

 

Wie schaffen es Medienhäuser und Verlage auf Trends zu achten und richtig einzuschätzen? Weiterlesen

Smartwatches, Activity Tracker, HoloLens: Länger leben mit Wearables?

WearablesWearables sind momentan allgegenwärtig, von Smartwatches über Activity Tracker bis zur Google Watch und ganz aktuell der Microsoft HoloLens. Google Glass dagegen wird erst einmal gestoppt. Dr. Alexander Trommen, was halten Sie von Wearables: Unnötiger Hype oder zukunftsfähiges Geschäftsmodell für Verlage und Medienhäuser?

Alexander Trommen, AppsFactory: In den USA zeichnet sich bereits ab, dass die Kaufakzeptanz eine ähnliche Kurve wie beim Tablet nehmen wird (Quelle: PWC – Wearable Future Report). Damit eröffnen sich fantastische Chancen für Medienhäuser. Jeder 5. Amerikaner will beispielsweise in den nächsten 12 Monaten ein Wearable kaufen. Diese Werte entsprechen denen für Spielekonsolen oder Smart TVs. In Deutschland wird der Boom sicherlich 12 Monate später kommen.

 

 

Wie könnten Verlage und Unternehmen Smart Devices für ihre Produkte einsetzen?

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Interview mit DVV Media Group-Geschäftsführer Martin Weber anlässlich des 6. Zukunftsforum Zeitschriften am 2. Dezember 2014

Martin Weber

Martin Weber, Geschäftsführer, DVV Media Group

„Wir Verlage müssen lernen, vom Kunden her zu denken, um so Dienste oder Services zu entwickeln“

Für viele Verlage bestand Innovation darin, neue Titel zu entwickeln. Durch die Digitalisierung mussten die Verlage verschiedene Medien bedienen. Aber auch das genügt nicht mehr. Nur durch eine strikte Kundenorientierung werden Verlage ihre Medienmarken erfolgreich managen können, sagt DVV Media Group-Geschäftsführer Martin Weber, der auch Key Note-Speaker auf dem Zukunftsforum Zeitschriften sein wird, im Interview mit Ehrhardt F. Heinold (Geschäftsführer, Heinold, Spiller & Partner).
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