Papego und AnwaltsGebühren.online gewinnen beim Isarnetz Award für Medieninnovationen #MWW16 #MIAward

Gestern wurden beim Empfang zum Auftakt der Münchner Webwoche im alten Rathaus die Gewinner des Isarnetz Award für Medieninnovationen 2016 prämiert. Erstmals verliehen das Digital- und Kreativnetzwerk Isarnetz gemeinsam mit der Akademie der Deutschen Medien den Preis, mit dem besonders Innovatoren der Medienbranche gefördert werden sollen. Nominiert waren:

 

  • AnwaltsGebühren.online von Deutscher Anwaltverlag und Institut der Anwaltschaft GmbH

  • Papego von der Briends GmbH

  • The Travel Episodes von Malik – Piper Verlag GmbH

 

PapegoAls Gewinner ging die App „Papego“ hervor. Papego ist eine kostenlose App, mit der man gedruckte Bücher mobil auf dem Smartphone weiterlesen kann, getreu dem Motto „Einfach mobil weiterlesen!“. Damit müssen sich Leser nicht mehr vor dem Kauf zwischen gedrucktem Buch und E-Book entscheiden. Das nützt Lesern, Verlagen und Buchhändlern, denn Papego schafft für gedruckte Bücher einen echten Mehrwert. Das internationale Marktpotenzial liegt im zweistelligen Millionenbereich, Wettbewerber gibt es bisher nicht. Papego wurde von dem Bestsellerautor Karl Olsberg und einem Team von Softwareentwicklern gegründet.

Bisher sind ca. 40 Papego-Bücher im Piper Verlag und Aufbau Verlag erschienen. Etwa 3% der Buchkäufer haben die App heruntergeladen und genutzt, das entspricht etwa 8.000 Nutzern. Weitere namhafte Verlage haben bereits zugesagt, ebenfalls Papego-Titel veröffentlichen zu wollen, darunter Kiepenheuer & Witsch, DuMont und Bastei Lübbe. Weiterlesen

Mehr Lebendigkeit, mehr Innovation!

Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist und Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung

Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist und Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung

Fragen an Frank Kühne, Programmleiter Marken, Prokurist, Mitglied der Carlsen Geschäftsleitung und Referent der Akademie der Deutschen Medien, u. a. beim Seminar „Portfoliomanagement im Verlag – Analyse, Optimierung, Umsetzung“ vom 10. – 11.11.2016 in Hamburg:

Beim Carlsen Verlag betreuen Sie sehr erfolgreich seit über 15 Jahren ein umsatzstarkes und wachsendes Portfolio. Nach welchen Kriterien haben Sie das Portfolio-Management gesteuert?
Bücher ermöglichen Leserbindung. Wenn Bücher zuverlässig die Erwartung an „Markenqualität“ erfüllen, wächst sofort die Bindung. Habe ich mehrere erfolgreiche Bücher (sowohl Reihenkonzepte als auch Charakter-Konzepte), entsteht ein Markenkern. Bestätigt sich dieser Markenkern über vier Programme, kann ich ihn belasten und ausbauen mit sublines, line-extensions oder spinnoffs.

 
Nur solange eine Marke in der vertikalen Exemplare-Menge in die Höhe wächst, kann sie auch gesund in der horizontalen Titelanzahl-Menge in die Breite wachsen. „Marke“ bedeutet: Das Buch muss in jeder Hinsicht auch ohne Marke perfekt sein. Die „Marke“ ist nur ein Bonus, nie der Grund des Erfolges. Ein gutes Portfolio muss stets lebendig und innovativ sein.

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Interview mit Diana Timm, Global IT Director bei Peter Lang, Speaker auf der IT-Konferenz am 7.10.2016 in München

timm-dianaDiana Timm (Global IT Director, Peter Lang) ist Referentin auf der IT-Konferenz „Die IT-Landscape von morgen“ der Akademie der Deutschen am 7. Oktober 2016 im Literaturhaus München. Gemeinsam mit Katja Splichal (Leitung Verlagsbereich Online und Mitglied der Geschäftsleitung, Verlag Eugen Ulmer) hält sie einen Vortrag zum Thema Outsourcing vs. Insourcing: IT-Organisation bei Eugen Ulmer und Peter Lang.

Dr. Sven Fund
, Moderator der IT-Konferenz und Geschäftsführer von fullstop, sprach mit Diana Timm über die Einführung einer neuen Verlags-Software bei Peter Lang.

Frau Timm, Peter Lang Publishers als mittelgroßer Verlag hat gerade ein zentrales IT-Projekt abgeschlossen. Was genau haben Sie gemacht?
Wir haben fast zeitgleich mit dem Management-Buy-out bei Peter Lang Anfang letzten Jahres die schon seit längerem geplante Ablösung der seit 2000 eingesetzten ERP Software vorgenommen. Einer der Gründe, dieses Projekt so schnell wie möglich durchzuführen war, dass die alte Software nur innerhalb des deutschen Sprachraums eingesetzt werden konnte und das neue Management die Globalisierung und auch die Vereinheitlichung der Geschäftsprozesse innerhalb der Verlagsgruppe als Hauptziel im Fokus hatte. Um einheitliche Prozesse über alle Standorte zu definieren, war es unumgänglich, Softwarepakete einzusetzen, die mindestens eine deutsche und eine englische Oberfläche anbieten. Davon abgesehen haben wir uns für Lösungen entschieden, die eine Standardisierung der Prozesse unterstützen.

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Isarnetz Award für Medieninnovationen 2016

#MMW16 #MIAward


Erstmals verleihen das Digital- und Kreativnetzwerk Isarnetz gemeinsam mit der
Akademie der Deutschen Medien im Rahmen der Münchner Webwoche #mww16 den Isarnetz Award für Medieninnovationen. 
Prämiert werden Geschäfts- und Produkti/Medieninnovationen aus dem Bereich digitale Medien. Die Verleihung findet beim Rathausempfang zum Auftakt der Münchner Webwoche, am 3. November 2016 statt.

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Wer kann teilnehmen?

Bewerben können sich sowohl Medienunternehmen, Unternehmen anderer Branchen als auch Entwickler, Designer, Dienstleister und Start-Ups jeder Phase. Es können auch Innovationen Dritter vorgeschlagen werden.

 

Was kann eingereicht werden?

Neue Businessmodelle und Produktinnovationen (Prototypen, Zukunftsexponate, Anwendungen etc.) im Bereich Digitale Medien.

 

Kriterien
  • Bezug zur Medienbranche: Das neue Angebot, die Produktinnovation bietet einen Mehrwert für Mediennutzer (B2C) oder für Medienmacher und –unternehmen (B2B)
  • Problemlösungspotenzial: Die Innovation stellt eine Lösung für ein konkretes Problem der Zielgruppe dar.
  • Zielgruppenbezug: Die Innovation wurde genau auf ihre Zielgruppe ausgerichtet, die mit ihren Ansprüchen und Bedürfnissen bei der Entwicklung möglichst stark einbezogen wurde.
  • Marktbedarf: Die Innovation schließt nachweislich eine Bedarfslücke im Markt.

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Innovative Konzepte müssen her! –
Trends und Erfolgsstrategien der Online-PR

Interview mit Dr. Rebecca Belvederesi-Kochs, Referentin an der Akademie der Deutschen Medien für den Zertifikatskurs „PR- und Communications-Manager“ (06.-09.06.2016 in München)
„Sich auf einen analogen Presseversand zu verlassen und Journalisten abzutelefonieren, das macht heute keine nachhaltigen Media-Relations mehr aus. Was uns stattdessen beschäftigt? Paid Content und Social Ads, „Newcomer-Services“, wie WhatsApp und Snapchat und Video-Content. (…) Es wird Zeit, sich überzeugende Konzepte und innovative Angebote im Marketing einfallen zu lassen!“

 

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Interview mit Jörg Asma zur Smart-Data Konferenz – Content meets Customer!

Jörg Asma, Prokurist, Comma Soft, ist Referent auf unserer Smart-Data Konferenz – Content meets Customer! am 31. Mai 2016 in München.

Smart Data

 

Auf der Konferenz lautet sein Vortragstitel „Gefahrenquelle Big Data: Große Datenmengen sicher im Griff“, lesen Sie hier ein Interview:

 

Stichwort Smart Data und Big Data: Was verstehen Sie darunter und wo sind die Unterschiede?
Big Data sagt zunächst nichts über die Menge der Daten aus. Big Data kann auch bei wenigen Mega Byte oder Gigabyte großen Datenmengen vorliegen. Hier wird vielmehr die Art und Weise der Speicherung und Verarbeitung angesprochen. In der Regel muss ich mir keine Gedanken mehr über Datenstrukturen, Verteilungsmechanismen und Suchfunktionalitäten machen. Der Begriff Big Data suggeriert jedoch, dass man beliebige Daten einsammelt, ohne sich Gedanken über deren Nutzen und Legitimation zu machen. Bei Smart Data wird der Begriff Big Data um die Werthaltigkeit der Informationen erweitert. Es geht darum jetzt die richtigen Daten zu sammeln und dabei die Technologie von Big Data zu verwenden.

 

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Interview zur 8. Corporate Media-Konferenz

Interview mit Anna Mang, Digital Manager, L’Oréal Paris

 

Anna Mang


Anna Mang
ist Referentin der 8. Corporate Media-Konferenz Content, Stories & Emotion – welche Content Marketing-Strategien wirklich funktionieren am 6. Oktober 2015 im Literaturhaus München.

 


L’Oréal vereint eine Vielzahl von Marken unter seinem Dach. Wie ist die Kunden- und Markenkommunikation bei L’Oréal strukturell im Unternehmen aufgebaut? Wie sind da die Zuständigkeiten, und wie arbeiten die Abteilungen miteinander?

Als größte Marke des Konzerns vereint L’Oréal Paris bereits verschiedene Kosmetik-kategorien mit den unterschiedlichsten Produkten unter einem Markendach. Deswegen bedarf es einer sehr engen Zusammenarbeit und stetigem Austausch zwischen den unterschiedlichen Marketingabteilungen und dem Digitalmarketing, mit dem Ziel einer gemeinsamen und einheitlichen Markenkommunikation. Weiterlesen

Willkommen zur Buchmesse 2015

Herzlich willkommen auf der Buchmesse Frankfurt 2015!

Auch die Akademie der Deutschen Medien präsentiert sich dieses Jahr wieder mit einigen Veranstaltungen, die Sie nicht versäumen sollten:

 

Sie sind herzlich eingeladen zu unseren Buchmessepanels und unserem renommierten

Abendgespräch am 14. Oktober zum Auftakt der Buchmesse.

„Big Data & Predictive Analytics – Kundendaten analysieren und zielgerichtet einsetzen“

Für die kostenlose Teilnahme am Abendgespräch ist eine Anmeldung erforderlich.

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Interview zur 7. Mobile Publishing-Konferenz

Interview mit Rene Massatti, Head of Strategy, TrendOne

 

Massati,-Rene_2015Rene Massatti ist Referent der Mobile Publishing-Konferenz Mach’s mobil! Kundennahe Business-Strategien und Produktinnovationen für Medienhäuser am 24. Juni 2015 im Literaturhaus München. 

 

Wem trauen Sie mehr: Den Kollegen aus der Trendforschung, den Wettervorhersagen der Meteorologen oder Siri?

Das hängt von der Betrachtung des Worts trauen entweder im Sinne von verlassen, vertrauen oder zutrauen ab. Verlassen würde ich mich auf einen Wetterbericht grundsätzlich nie. Mein Vertrauen in die Trendforschung als Mittel zur Antizipation und Einschätzung relevanter Strömungen und Zukunftstechnologien habe ich dann, wenn sie strukturiert und kontextualisiert betrieben wird, was bei TRENDONE der Fall ist. Zuzutrauen ist es sogenannten Virtual Assistants wie Siri und predicitve Analytics Tools, dass sie unseren Alltag immer mehr beeinflussen werden und wir in spätestens 5 Jahren kaum mehr Informationen suchen werden, weil diese uns finden werden.

 

Wie schaffen es Medienhäuser und Verlage auf Trends zu achten und richtig einzuschätzen? Weiterlesen

Smartwatches, Activity Tracker, HoloLens: Länger leben mit Wearables?

WearablesWearables sind momentan allgegenwärtig, von Smartwatches über Activity Tracker bis zur Google Watch und ganz aktuell der Microsoft HoloLens. Google Glass dagegen wird erst einmal gestoppt. Dr. Alexander Trommen, was halten Sie von Wearables: Unnötiger Hype oder zukunftsfähiges Geschäftsmodell für Verlage und Medienhäuser?

Alexander Trommen, AppsFactory: In den USA zeichnet sich bereits ab, dass die Kaufakzeptanz eine ähnliche Kurve wie beim Tablet nehmen wird (Quelle: PWC – Wearable Future Report). Damit eröffnen sich fantastische Chancen für Medienhäuser. Jeder 5. Amerikaner will beispielsweise in den nächsten 12 Monaten ein Wearable kaufen. Diese Werte entsprechen denen für Spielekonsolen oder Smart TVs. In Deutschland wird der Boom sicherlich 12 Monate später kommen.

 

 

Wie könnten Verlage und Unternehmen Smart Devices für ihre Produkte einsetzen?

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Interview mit DVV Media Group-Geschäftsführer Martin Weber anlässlich des 6. Zukunftsforum Zeitschriften am 2. Dezember 2014

Martin Weber

Martin Weber, Geschäftsführer, DVV Media Group

„Wir Verlage müssen lernen, vom Kunden her zu denken, um so Dienste oder Services zu entwickeln“

Für viele Verlage bestand Innovation darin, neue Titel zu entwickeln. Durch die Digitalisierung mussten die Verlage verschiedene Medien bedienen. Aber auch das genügt nicht mehr. Nur durch eine strikte Kundenorientierung werden Verlage ihre Medienmarken erfolgreich managen können, sagt DVV Media Group-Geschäftsführer Martin Weber, der auch Key Note-Speaker auf dem Zukunftsforum Zeitschriften sein wird, im Interview mit Ehrhardt F. Heinold (Geschäftsführer, Heinold, Spiller & Partner).
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3 Fragen an… Volker Dirksen, Leiter Corporate IT bei Axel Springer: „Technologie-Kompetenz wird zum strategischen Asset“

Volker Dirksen, Leiter Corporate IT, Axel Springer SE

Volker Dirksen, Leiter Corporate IT, Axel Springer SE

Im Rahmen des 2. IT-Gipfels „Content meets Technology“ am 15. September haben wir 3 kurze Fragen an unsere Referenten gestellt. Den Anfang macht Volker Dirksen, Leiter der Corporate IT bei Axel Springer in Berlin. Neben den Bereichen IT-Strategie, IT-Governance und Enterprise-Architektur verantwortet er die Schnittstellen zu den internen Fachbereichen und die Steuerung interner sowie externer Dienstleister.
Darüber hinaus ist er übergreifend für das Management von IT-Projekten verantwortlich, und berichtet an Daniel Keller, Chief Information Officer (CIO) der Axel Springer AG.

 

 

1.  Mobile Belegschaften, digitale Geschäftsmodelle und Cloud-Services – Herr Dirksen, welche Themen und Hauptfragestellungen beschäftigen Sie aktuell am meisten?

Im Zuge der Transformation des Unternehmens zum führenden Digitalen Verlag beschäftigt uns der Auf- und Ausbau von Digitalen Geschäftsmodellen am meisten. Das beinhaltet alle Wertschöpfungssegmente von Axel Springer: das Geschäft der Bezahlinhalte, das Kleinanzeigen-Segment sowie die Marketing-Modelle.

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Rechtliche Herausforderungen von Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons

Dr. Kerstin Bäcker, Lausen Rechtsanwälte

Dr. Kerstin Bäcker, Lausen Rechtsanwälte

Fragen an Dr. Kerstin Bäcker, Moderatorin der Expertentagung Medienrecht der Akademie der Deutschen Medien, die am 27. Juni 2014 in den Design Offices in München stattfindet:

 

„Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons – Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte für Verlage und (Medien-)Unternehmen“

 

 

 

Open Access, Open Educational Resources und Creative Commons gewinnen im Umfeld der digitalen Wissensvermittlung zunehmend an Bedeutung. Frau Dr. Bäcker, können Sie kurz erklären, was sich hinter den Begriffen verbirgt?

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„Es ist sehr wichtig, konsequent vom Nutzer her zu denken“ – Manfred Spatz zum Suchmaschinenmarketing in Verlagen

Manfred Spatz, Leiter des Seminars SEO/SEA-Manager ADB – Ein Intensivkurs mit Zertifikat vom 28. bis 30. April 2014, im Interview:

 

Bei Google & Co. möglichst oft gefunden werden – das will jeder. Aber ist eine große Reichweite wirklich alles?

Große ReichSpatz_Manfred  JP 2010weiten sind großartig und nur eine Website mit vielen Besuchern, kann auch viel Umsatz machen. Oder negativ formuliert: Ohne Besucher kein Umsatz. Wer in das Suchmaschinenmarketing einsteigt, sollte jedoch keine falschen Erwartungen haben. Unmengen an Nutzern kommen zu Google, um meist ein temporäres Bedürfnis zu befriedigen – und wenn Sie das Unternehmen sind, das eben dieses Bedürfnis befriedigen kann, sollten Sie natürlich gefunden werden. 100 relevante Besucher sind in meinen Augen jedoch viel mehr wert als 1000 ohne echte Relevanz. Man sollte sich daher zunächst auf die Herstellung dieser Relevanz konzentrieren. Ist diese, sagen wir „Kernzielgruppe“ abgedeckt, muss ich mich natürlich noch den Rändern der Zielgruppe widmen.

Lassen Sie mich aber noch erwähnen, dass viele Internetpräsenzen viel Geld für das (Suchmaschinen-)Marketing ausgeben, jedoch den Nutzer auf der eigenen Website mit lausiger Usability verschrecken. Der Kunde findet sich nicht zurecht und bricht als Folge den (Bestell-)Vorgang ab. Der Weg bis zum Umsatz ist also zweistufig. Weiterlesen

Welche Aufgaben kommen bei der Erstellung, Aufbereitung und Verbreitung im Fachbuch auf Verlage zu?

Interview mit Katja Splichal, Leitung Lernmanagement Systeme, Eugen Ulmer Verlag, anlässlich unserer 1. Exklusiv-Tagung Fachbuch: Fachbuch, E-Book, Online-Portal – Wie Fachverlage sich als Lösungsanbieter neu erfinden am 27. März 2014 im Literaturhaus München

Katja Splichal, Eugen Ulmer Verlag

Katja Splichal, Eugen Ulmer Verlag

Die E-Book-Konjunktur scheint am Fachbuch bisher ziemlich spurlos vorübergegangen zu sein. Täuscht der Eindruck?

Katja Splichal: Ich glaube, das ist nicht nur ein Eindruck. Die eBook-Konjunktur geht am Fachbuch tatsächlich vorüber – das hält aber längst nicht alle davon ab, digital Umsätze zu machen. Gerade im Fachbuch mussten, gewissermaßen erzwungen von institutionalisierten Märkten und nicht-linearen didaktischen Konzepten, schon vor zehn, 15 Jahren alternative Geschäftsmodelle entwickelt werden. Dennoch weichen bei vielen Verlagen die erwirtschafteten Umsätze von den Erwartungen ab – in die unliebsame Richtung. Das eBook zum Fachbuch macht in vielen Fällen zudem keinen großen Sinn, weil eine Konvertierung in Richtung html, also optimiert für mobile Endgeräte, oft schwer bis unmöglich ist. Da fällt viel Umsatzpotenzial weg oder müsste sehr risikoreich erschlossen werden.

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Das blinde Huhn – oder: Warum Verlage für die Digitalisierung ihre Kunden kennen sollten

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Dr. Matthias Kraft, Efficient Publishing

Immer noch kennen sehr viele Verlage ihre Kunden nicht. Beim Umstieg auf digitale Medien ist das tödlich, sagt Dr. Matthias Kraft im folgenden Interview – und auf unserer 3. Exklusiv-Tagung Loseblattwerke am 24. Februar 2014. Matthias Kraft weiß, wovon er spricht: Nach jahrelanger Erfahrung als Verlagsmanager kennt er als Verlagsdienstleister viele Fachverlage. Krafts provokante These: Viele Printwerke zeigen durch die Digitalisierung, wie wenig (Mehr)Wert in ihnen steckt. Um das zu ändern, müssen Verlage wirkliche Mehrwerte für ihre Kunden schaffen.

 

Wenn man das Loseblattwerk als einen sich ständig aktualisierenden Wissensraum begreift – warum ist dann der Weg vom Papier in die digitale Welt für viele Verlage so schwer?
Matthias Kraft: Es gibt eine ganze Palette von Gründen, warum Verlage und ihre Autoren auf Loseblattwerke setzen. Die Aktualität der Information ist (nur) einer davon. Eine weiterer ist auch das genaue Gegenteil: Autoren, die wenig Zeit haben, schätzen die Möglichkeit, zumindest in Teilbereichen ihr Werk gelegentlich auf aktuellen Stand bringen zu können; Der Rest des Werkes veraltet. Und natürlich ist Loseblatt gerade wegen des kontinuierlichen Umsatzes und der hohen Kundenbindung beliebt. Der Inhalt kommt dann gelegentlich zu kurz. Weiterlesen

„Was ist eigentlich das Gegenteil von Spiel?“ Prof. Tim Bruysten über die Prinzipien von Gamification

Prof. Tim Bruysten

Vom 4. bis 6. Februar 2014 ist die Akademie der Deutschen Medien (ADB) mit neun Fachvorträgen auf der 22. LEARNTEC in Karlsruhe vertreten. Einen davon hält Buchakademiedozent Prof. Tim Bruysten zum Thema „Den Leser auf die Heldenreise schicken – Gamification für Verlage“. Programm-Managerin Teresa Keck  hat ihm im Vorfeld ein paar Fragen gestellt.

 

ADB: Was genau meint der Begriff Gamification?

Prof. Tim Bruysten: Spielen wir ein kleines Spiel: Was glauben Sie, ist das Gegenteil von Spiel? Arbeit? Warum eigentlich? Im Spiel akzeptieren Menschen Regeln, sind teamfähig, wollen über sich hinaus wachsen, sind loyal und haben auch noch Spaß dabei. Wo es gelingt, diese Mechanismen in Schulen, Hochschulen und Unternehmen zu implementieren, wächst die Produktivität und Zufriedenheit aller Beteiligten.

Diese Effekte, im Großen, wie auch im Kleinen, subsumieren sich hinter dem Buzzword „Gamification“.

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Das digitale Geschäftsmodell – Ein Beitrag von Christian Hoffmeister, Bulletproof Media

Christian Hoffmeister, Bulletproof Media

Am 20. Januar startet erneut das Zertifikatsprogramm „Führungsaufgaben in Verlagen“ – in diesem Jahr mit einer stärkeren Fokusierung auf die Bereiche E-Publishing und digitale Geschäftsmodelle. Anlass für uns, Ihnen einen Artikel von Christian Hoffmeister, Leiter des Zertifikatsprogramms und geschäftsführender Gesellschafter, Bulletproof Media, zu seinem Buch „Digitale Geschäftsmodelle richtig einschätzen“ bereitzustellen.

 

Viele Suchen danach – und manche, so glauben die, die danach suchen, haben es bereits gefunden: DAS DIGITALE GESCHÄFTSMODELL.

 

Aber was ist das eigentlich ganz genau: ein digitales Geschäftsmodell? Obwohl wir den Begriff andauernd verwenden, ist es gar nicht so einfach diesen zu präzisieren und besonders daraus konkrete Handlungsempfehlungen für das eigene Geschäft abzuleiten. Dies liegt auch daran, dass das Internet als Basistechnologie und die Digitalisierung heute immer mehr Bereich erfassen. Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert und damit wird es möglich, immer mehr Daten über das Internet zu transportieren.

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Transformation vom Zeitschriften- zum Inhaltehaus – Interview mit Soheil Dastyari zum Radikalumbau bei G+J Deutschland

Soheil Dastyari

Soheil Dastyari, Gruner + Jahr Deutschland

Interview mit Soheil Dastyari, Verlagsgeschäftsführer Gruner + Jahr Deutschland, anlässlich unseres 5. Zukunftsforums Zeitschriften: Zeitschriften im Transformationsprozess – Bleibt nur Premium? am 10. Dezember 2013 im Literaturhaus München

 

 

Gruner + Jahr durchläuft einen Radikalumbau: Was zeichnet eine „Transformation vom Zeitschriften- zum Inhaltehaus“ aus? Und welche Bedeutung haben die neu eingeführten „Communities of Interest“?

 

Die Transformation unseres Hauses bedeutet, dass wir radikal und zunächst medienneutral in Inhalt denken und uns ohne Kompromisse an den Bedürfnissen und Interessen unserer Leser, Nutzer und Kunden orientieren – unserer Communities of Interest (CoI).

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Preisstrukturen für E-Books und Buch- Apps im Kinderbereich – Trends im digitalen Marketing und Vertrieb in den USA und Deutschland

Christina Kumpmann, Leitung Programm und Vertrieb digitaler Content, Verlag Friedrich Oetinger

Christina Kumpmann, Verlag Friedrich Oetinger

Fragen an Christina Kumpmann, Referentin auf dem 4. Kindermedienkongress der Akademie der Deutschen Medien, der am 25. November 2013 im Literaturhaus München stattfindet: „Buch, App, Game – Wie werden Kindermedien transmedial konzipiert und vermarktet?“

 

Frau Kumpmann, digitale Produkte stellen ganz andere Ansprüche an die Vermarktung als der Print-Bereich. Vermarktungsstrategien sollten deshalb schon bei der Produktentwicklung und -konzeption bedacht werden. Was genau bedeutet das für die Konzeption und Vermarktung von Kindermedien? Können Sie uns hierzu ein Beispiel nennen?

 

Ja, das Erstellen digitaler Produkte im Kinderbuch eröffnet ganz neue Möglichkeiten mit unseren Inhalten, Geschichten und Figuren zu spielen und sie in ihren Welten aufleben zu lassen. Einmal im Hinblick auf die Produkte selbst, aber auch in Hinblick auf Vermarktungsstrategien und –konzepte. Weiterlesen